Kanban

Mit diesem Beitrag möchte ich euch Kanban näher bringen. Kanban ist eine Methode um Prozesse zu steuern. Ursprünglich wurde Kanban von Toyota entwickelt und bedeutet so viel wie “Karte”.

Arbeit sichtbar machen

Mit Kanban macht man seine Arbeit in einfacher Art und Weise sichtbar. Man organisiert seine Arbeit mit Hilfe eines Kanban-Boards und Karten. Mein Kanban-Board besitzt 3 Spalten. Links befindet sich die “Todo”-Spalte. In der Mitte ist die Spalte “Doing” und ganz rechts die Spalte “Done”.

Es gibt ein Pool von Aufgaben in “Todo”, die es zu erledigen gilt. Aus diesem Pool wird eine Aufgabe direkt vor der Bearbeitung in die Spalte “Doing” verschoben. Nach Abarbeitung der Aufgabe, verschiebt man sie schließlich in die Spalte “Done”.

So hat man zu jedem Zeitpunkt einen guten Überblick, über die zu erledigen, die sich in Bearbeitung befindenden und die bereit erledigten Tickets. Die Betonung liegt hierbei auf die Sichtbarkeit der Tickets, die sich gerade in Bearbeitung befinden. So reduziert man sein WIP – Work in Progress, also die Anzahl an parallelen Arbeit.

Planung

Ich organisiere mittels Kanban meine Zeit nach der täglichen Arbeit, also meine Freizeit. Jeden Sonntag morgen setze ich mich hin und plane die kommende Woche. Viele Aufgaben stehen meist schon zu Beginn der Woche fest. Diese Aufgaben werden nach Aufwand geschätzt und der Woche hinzugefügt. Je nach Umfang der Planung werden dann noch weitere Aufgaben dazugeplant. Ich habe mittlerweile so viele Wochen in dieser Art durchgeführt, dass ich ein sehr gutes Gefühl für den Umfang der Woche habe, d.h. wie viel Aufwand ich in einer Woche schaffe.

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Durchführung

Unter der Woche kann ich dann die Aufgaben einzeln und quasi in beliebiger Reihenfolge abarbeiten. Ausnahme sind natürlich Termine, die zu einem bestimmten Zeitpunkt abgearbeitet werden müssen. Wie bereits erwähnt, werden die Aufgaben vor der Bearbeitung in die Spalte “Doing” gezogen und nach Abschluss in “Done” verschoben.

Lessons learned

Vor allem zum Anfang dieser Arbeitsweise, habe ich mir vor der Planung der kommenden Woche immer noch ein paar Minuten Zeit genommen und die vergangene Woche Revue passieren lassen. So konnte ich meine Planung und Arbeitsweise Stück für Stück verbessern. Mittlerweile ist das nur noch in Ausnahmefällen notwendig. Meist dann, wenn ich wider erwartend doch meine Aufgaben nicht geschafft habe. Auf jeden Fall halte ich es für sehr wichtig, ständig nach Verbesserungen zu suchen.

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Tools

Tools ist eigentlich falsch. Wesentlich ist eigentlich nur DAS Tool. Ich benutze für die gesamte Steuerung im Moment noch Trichord, von dem auch die Screenshots stammen. Das Tool bietet eigentlich für meine Zwecke zuviel. Die Planung, die ihr hier seht, ist eigentlich nur die unterste Stufe. Die oberste Ebene sind sogenannte Releases, die Features enthalten. Releases sind bei mir Monate. Features habe ich jeweils immer nur eins als Platzhalter, da sonst die weitere Planung nicht funktioniert.

Die Releases organisiert man nun weiter in Iterationen. Auch das ist eine zeitliche Gliederung. Bei mir sind es dann jeweils die einzelnen Wochen. Die Iterationen enthalten wiederum Stories. Für meine Planung sind die Stories jeweils bestimmte thematische Bereiche. So gibt es fast in jeder Iteration eine Story für die Fotografie bzw. den kreativen Bereich, eine Story für Sport und eine Story für Weiterbildung.

Auf der nächsten Ebene werden nun die Iterationen geplant, d.h. hier passiert die Wochenplanung. Wir sind nun auf der untersten Ebene angekommen, wo wirklich einzelne Aufgaben erstellt werden. Diese Aufgaben werden je nach Bereich der Story zugeordnet. So hat man einen schönen Überblick, welcher Bereich den Schwerpunkt in einer Woche bildet. Man kann so natürlich auch bewusst Schwerpunkte setzen.

Trichord bietet außerdem ein Burn-Down-Diagramm (linke Seite unten in den Screenshots). Das ist eine einfache Möglichkeit, einen schnellen Überblick zur aktuellen Situation der Aufgaben zu bekommen. Es wird eine diagonale graue Linie von links oben nach rechts unten angezeigt. Diese Linie gibt die durchschnittlich zu erledigenden Aufgaben an. Eine zweite rote Linie zeigt die tatsächlich erledigten Aufgaben. Es ist also ein Soll-Ist-Vergleich. Wie man erkennt, hänge ich diese Woche etwas hinterher.

Wie gesagt, eigentlich ist Trichord für meine Zwecke voll und ganz ausreichend. Etwas wirklich Wichtiges fehlt mir allerdings. Ich kann im Moment keine Aufgaben erfassen, die noch keiner Iteration zugeordnet sind. Ich bräuchte hin und wieder einfach ein Pool, in dem ich Aufgaben “zwischenparken” kann, um sie bei einer der nächsten Plannungen, dann eventuell in die Iteration zu verschieben. Trichord bietet für diesen Zweck die Anbindung an das Tracking System Trac. Das erfordert aber eine entsprechende Einrichtung, zu der ich bisher nicht gekommen bin. Ich kann aktuell meine Planung auch nur an einem Arbeitsplatz fortschreiben. Daher bin ich geneigt, das webbasierte Tool Kanbanize auszuprobieren. So weit ich gesehen habe, gibt es dort den angesprochenen Pool und ich kann mein Kanban-Board mit verschiedenen Geräten bedienen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick gewähren. Vielleicht ist Kanban für den ein oder anderen ja auch eine sinnvolle Methode, die Arbeit zu organisieren. Übrigens ist Kanban hauptsächlich für die Prozesssteuerung im Team gedacht. Also warum nicht ein Haushalts-Kanban-Board erstellen und so die Arbeit sichtbar machen? Das Board muss übrigens auch nicht digital sein.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Andere Themen

Ich bin echt ein Held. Da erzähle ich euch lang und breit von meinen tollen Plänen für das Jahr 2015, vergesse aber völlig euch darüber zu informieren, dass ihr euch dafür noch etwas gedulden müsst. Zum Einen habe ich keinen Content zu irgendeines dieser Themen, so dass ich noch nichts zeigen kann. Zum Anderen, und das wiegt noch viel schwerer, komme ich die nächsten Wochen absolut dazu, mich damit zu beschäftigen.

Wie bereits im Herbst angekündigt, habe ich noch eine Schulung zu bewältigen. Je näher die Zertifizierung rückt, desto mehr merkt man, wie viel eigentlich noch getan werden muss und wie wenig Zeit dafür bleibt. Klare und oberste Priorität hat deshalb diese Schulung. Die sehr zeitaufwendigen Ziele für meine kreative Freizeit müssen da zurückstecken. Ich werde also bis Mitte/Ende Februar leider wenig bis gar nichts in Richtung der Erfüllung meiner Ziele zeigen können.

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Und was nun? Soll ich echt die nächste 4-6 Wochen lang nicht bloggen? Das will ich eigentlich nicht. Aber leider werde ich um eine Reduzierung wohl kaum herum kommen. Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mit dem was ich habe und kann, vielleicht doch den ein oder anderen interessanten Beitrag verfassen kann. Also warum gebe ich euch nicht ein paar Einblicke in meine Arbeitsweise. Dabei soll es rund um meinen kreativen Arbeitsalltag gehen. So möchte ich z.B. Tools und Methodiken zeigen, die mir die tagtägliche Arbeit erleichtern und die sich für mich bewährt haben. Vielleicht ist ja da für den ein oder anderen etwas dabei, dass man auch für sich selbst nutzen kann.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Was wird 2015

Willkommen in 2015. Ich wünsche jedem Leser ein gesundes neues Jahr.

Das neue Jahr hat begonnen. In den letzten Jahren hat sich hier auf dem Blog eingebürgert, dass ich meine Ziele bezüglich des Bloginhaltes für das vor uns liegende Jahr darlege. Diesen Brauch möchte ich hiermit beibehalten.

Die letzten Tage habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, was ich denn als freischaffender Künstler in 2015 umsetzen und präsentieren kann. Es fiel mir diesmal wirklich nicht leicht. Ich habe zwar verschiedene Interessen, tat mich aber in der Formulierung klarer Ziele schwer. Grund dafür ist auch die Art, wie ich meine Ziele dieses Jahr setzen will. Dazu muss ich allerdings etwas ausholen und einen kleinen Ausflug in meine Projektmanagement-Schulung machen.

Smarte Ziele

In meiner Schulung zum Projektmanagement-Fachmann gibt es ein wichtiges Kapitel zu Projektzielen. In diesem Kapitel werden wichtige Kriterien für Ziele vermittelt. Danach sollen Ziele “SMART” sein. SMART ist dabei das Akronym, dass sich aus den Anfangsbuchstaben folgender Begriffe zusammensetzt:

  • Specific (spezifisch) – Ein Ziel soll einfach, konkret und verständlich sein.
  • Measurable (messbar) – Erreichung von dem Ziel ist anhand von Kriterien feststellbar.
  • Archievable (akzeptabel) – Ein Ziel soll im Rahmen von Werten, Ethik und Normen akzeptiert sein.
  • Realistic (realistisch) – Anhand der gegebenen Bedingungen muss das Ziel erreichbar sein.
  • Timeable (terminiert) – Das Ziel muss zeitlich planbar und zu einem definierten Zeitpunkt erreichbar sein.

Diese Kriterien führen dazu, dass die Erreichung der Ziele gut kontrolliert werden. Vage formulierte Ziele sind eher Wünsche. Mit diesen Kriterien wird dagegen gesteuert. Deshalb möchte ich meine Ziele für das Jahr 2015 nach den SMART-Kriterien formulieren. Das wird es mir einfach machen, am Ende des Jahres die Erreichung meiner Ziele zu überprüfen. Je nach Ziel können auch Zwischenziele sinnvoll sein. So kann auch der Weg zum finalen Ziel ständig kontrolliert werden.

Da die Rahmenbedingungen ja nun gesteckt sind, kann ich nun zu meinen eigentlichen Zielen für das Jahr 2015 kommen.

3D-Modelierung

Ja auch in diesem Jahr soll die 3D-Welt einen bedeutenden Teil hier in diesem Blog ausmachen. Wie aber mache ich das Ziel nun “smart”?

Die Animation eines Charakters ist ja noch von letztem Jahr offen. Das wird also auf jeden Fall Bestandteil des Ziels sein, aber eher implizit. Ich formuliere im Sinne der SMART-Kriterien das Ziel daher wie folgt:

Am 31.12.2015 wird ein mindestens 20 Sekunden langes Video existieren, dass einen sich bewegenden 3D-Charakter in einer 3D-Welt zeigt. 

Composing

Composing im Sinne der Kunst ist das Zusammensetzen verschiedener Elemente in einer Arbeit. Diese Arbeit soll in meinem Fall ein Bild sein, d.h. ich möchte Bilder aus mehreren Einzelbildern erstellen. In erster Linie soll dafür Photoshop zum Einsatz kommen. Bei solcher Art der Bilderstellung können viele unterschiedliche Techniken eingesetzt werden. Gerade das ist für mich erstrebenswert, da ich so meiner Fertigkeiten mit dem Werkzeug erweitern kann. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, ein solches Composing mit 3D-Elementen zu erstellen. Die smarte Formulierung sieht deshalb wie folgt aus:

Am 31.12.2015 habe ich mindestens 2 Bilder in diesem Blog veröffentlicht, die mit Hilfe verschiedener Elemente zusammengesetzt sind.

Fotografie

Die Fotografie soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Nicht das ich ganz und gar in der virtuellen Welt versinke. Die Fotografie von Architektur letztes Jahr war nicht nur spannend, sondern aus meiner Sicht auch richtig erfolgreich. Normalerweise sollte ich diese Art der Fotografie weiterführen, da ich noch viel Potential für Verbesserungen sehe. Ich denke schon, dass ich es weiter machen werde. Allerdings nicht mehr so konkret wie letztes Jahr.

Vielmehr möchte ich mein Horizont in der Fotografie erweitern und mal etwas komplett Neues ausprobieren. Seit nunmehr über 7 Jahren lebe ich in Stuttgart und kenne diese Stadt mehr oder weniger gut. Ich möchte im kommenden Jahr dem Blogbesucher in verschiedenen Fotoserien Stuttgart näher bringen und aus verschiedenen Perspektiven porträtieren. Smart ausgedrückt, klingt es dann wie folgt:

Bis zum Ende des Jahres werde ich mindestens 6 Serien zu der Stadt Stuttgart fotografisch produzieren. Jede Serie widmet sich einem bestimmten Thema. Zu jeder Serie werde ich mindestens 5 Bilder zeigen.

Weitere Ziele

Ich möchte es vorerst bei diesen 3 smarten Zielen belassen. Natürlich habe ich darüber hinaus noch weitere Ziele, wie z.B. die Menge an Blogbeiträgen. Auch dieses Jahr möchte ich im Schnitt einen Beitrag pro Woche hier veröffentlichen. Natürlich ließe sich auch dieses Ziel “smart” formulieren. Allerdings kann das in meinen Augen auch schnell dazu führen, dass die Qualität einzelner Beiträge zu wünschen übrig lässt, nur damit ein Beitrag in der Woche erscheint. Für mich zählt an dieser Stelle aber Qualität vor Quantität und damit ist die Anzahl bzw. Frequenz der Beiträge kein konkretes Ziel für dieses Jahr.

Auch das Blogtheme ist noch nicht völlig aus meinem Zielhorizont verschwunden. Aber zum Einen habe ich den Anschluss an die aktuelle Entwicklung im HTML-Bereich verpasst und zum Anderen ist der Aufwand doch recht enorm. Mit jedem Jahr mehr, schwinden meine Fähigkeiten, wirklich brauchbaren Webseiten zu verfassen. Es gibt soviel Entwickler da draußen, die das deutlich besser können als ich. Daher wird die eigene Entwicklung eines Blogtheme für das Jahr 2015 nicht in meiner Zielliste auftauchen.

Ich habe nun also 3 Ziele für das kommende Jahr erfasst. Ich weiß, dass die Ziele unglaublich ambitioniert sind. Aus heutiger Sicht habe ich volles Vertrauen, die Ziele zu erreichen. Allerdings habe auch ich keine Glaskugel und weiß nicht schon jetzt, was das Jahr so bringt. So oder so ist jedes einzelne Ziel mit viel Arbeit und Aufwand verbunden. Aber ich bin motiviert und gewillt, jedes einzelne Ziel zu 100% zu erfüllen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Was war 2014

Nur noch wenige Stunden im Jahr 2014 bleiben, bevor ein neues Jahr anbricht. Am Jahresende gibt es obligatorisch viele Rückblicke. Auch ich habe in den letzten Jahren in einem Beitrag das jeweilige Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Auch dieses Mal möchte ich einen letzten Blick zurückwerfen, bevor dann wieder nach vorne geschaut wird.

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Die eigene Statistik ist ja immer irgendwie interessant. So möchte ich an dieser Stelle dem geneigten Leser ein paar Zahlen zu meinem Blogjahr präsentieren. Auch dieses Jahr sind die Besucherzahlen gestiegen. Leider ist die Zunahme nicht ganz so umfangreich ausgefallen, wie die Jahre davor. Ich komme bis zum heutigen Tag auf ca. 8 Besucher am Tag, was immerhin über 200 Zugriffe mehr als in 2013 macht.

Ich habe in 2014 49 Beiträge geschrieben. Das bedeutet, dass fast jede Woche ein Blogpost erschienen ist. Dennoch habe ich 2 Beiträge weniger als letztes Jahr verfasst. Gerade zum Anfang des Jahres habe ich da die ein oder andere Woche keinen Beitrag publiziert. Trotzdem bin ich mit der Anzahl zufrieden und habe das Ziel, jede Woche einen Beitrag zu veröffentlichen, aus meiner Sicht erfüllt.

Ziele für 2014

Als nächstes möchte ich kurz auf die gesteckten Ziele für 2014 Bezug nehmen. Welches waren denn nun die Ziele für 2014? In dem Beitrag “Was wird 2014″ habe ich im wesentlichen 4 Hauptziele für das Jahr niedergeschrieben.

An erster Stelle stand das 3D-Modelling. Ich wollte meinen 3D-Charakter Egon texturieren und animieren, sowie in einer virtuelle 3D-Welt platzieren. Bis zu der Animation habe ich das Ziel mehr oder weniger geschafft. Der Charakter existiert in einer texturierten Form und wurde von mir auch in einer kleinen aber feinen 3D-Welt eingebettet. Bei der Animation gab es dann aber Probleme, dessen Ursache ich leider nicht ermitteln konnte. Arme, Beine und Gesicht konnte ich noch animieren. Sollte allerdings der gesamte Charakter bewegt werden, dann wollten die Augen einfach nicht im Kopf bleiben. Die Animation dieses Charakters war damit beendet. Um dieses Ziel der Animation wirklich voll zu erfüllen, muss ein anderer Charakter her. Diesen Charakter konnte ich bisher nicht erstellen, da ich ab September aus beruflichen Gründen (Details dazu im Beitrag Aktuelles) kein 3D-Modeling mehr gemacht habe. Dieses Ziel habe ich damit zu einem großen Teil erreicht, aber eben nicht voll und ganz geschafft.

Als zweites Ziel habe ich die Bildbearbeitung definiert. Leider hatte ich kein konkretes Ziel dazu formuliert. Angedacht war, dass die Bildbearbeitung zusammen mit der 3D-Modellierung zum Einsatz kommt. Außerdem sollte jeden Monat ein bearbeitetes Bild gezeigt werden. Photoshop habe ich in diesem Jahr nicht mit den 3D-Modellen zusammen gebracht. Allerdings habe ich es geschafft, monatlich in “Zeit für Bilder” ein Foto mit Photoshop zu bearbeiten und hier auch zu zeigen. Damit habe ich auch dieses Ziel nur zum Teil erfüllt.

Das dritte Hauptziel war die Fotografie von Architektur. Jeden Monat sollte Architektur fotografiert werden. Auch wenn ich im September kein Foto geliefert habe, so beanspruche ich dennoch das Ziel vollständig erreicht zu haben. Das fehlende Bild vom September habe ich im Oktober nachgeholt und somit 12 Architekturfotos im Jahr 2014 geliefert. Bei diesen Bildern habe ich auch starken Gebrauch von Photoshop gemacht. Damit habe ich dann auch das Ziel der Bildbearbeitung ein Stück weit bearbeitet. Auch die analoge Fotografie fiel noch als Ziel in einem Satz. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich in diesem Bereich überhaupt gar nix gemacht habe.

Das vierte Ziel für 2014 ist eine “Never-Ending-Storing”. Ich wollte mit erhöhter Priorität nun endlich mal das Blogtheme umsetzen. Wer den Blog verfolgt, wird erkannt haben, dass es nicht passiert ist. Ich habe im Sommer tatsächlich 2 Wochen lang an einem Theme gearbeitet und habe sicherlich so ca. 80% fertig. Leider stellt sich dann heraus, dass der Feinschliff doch deutlich länger benötigt. Mir fällt dazu das Paretoprinzip (80-20-Regel) ein. Diese Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Zeit erreicht werden. Für die restlichen 20% werden dann 80% der Zeit benötigt. Lange Rede, kurzer Sinn: das Theme ist nicht einsatzbereit.

Sonstige Themen in 2014

Was waren sonst noch so die Themen im Jahr 2014? Wenn ich so durch die Beiträge von 2014 blättere, dann habe ich kein Thema wirklich vertiefend behandelt. Es gab diverse einzelne Beiträge.

So hatte ich dieses Jahr 5-jähriges Bestehen des Blogs. Auch den Blog betreffend ist das Neuaufsetzen der Galerie. Außerdem gab es in diesem Jahr ein paar Beiträge zu meiner Person. In einem recht umfangreichen Post habe ich mich selbst dem Leser vorgestellt. Einige Wochen später habe ich dann meine Fußball-Karriere beendet. Auch dieser doch recht große Einschnitt war hier kurz Thema.

Dieses Jahr ist außerdem von großen Investitionen im Fotobereich geprägt. Ich habe mir nicht nur ein neues Stativ gekauft, sondern gleich noch neues Standardobjektiv dazu. Außerdem war eine neue Kamera fällig. Nach dem Besuch auf der Photokina im September 2014, fiel bei mir auch die Entscheidung, welche neue Kamera es sein soll. Kurz danach bekam ich dann mein Modell der auf 2000 Stück limitierten “Pentax K-3 Prestige Edition”.

Im August war ich am Bodensee zum Seenachtfest und habe dort ein gigantisches Feuerwerk fotografiert. Dabei konnte ich ein paar Punkte sammeln und in einem Beitrag euch zugänglich machen, die bei dieser Art der Fotografie zu beachten sind. Auch den obligatorischen Urlaubsbericht meines Sommerurlaubs auf Teneriffa konnte hier gelesen werden. Im November dann hatte ich noch ein wirkliches Highlight, als ich an einem Samstag deutlich vor Sonnenaufgang an den Wildsee im Schwarzwald fuhr, um dort einen Sonnenaufgang zu fotografieren.

Damit ist das Jahr 2014 abgeschlossen. Im nächsten Beitrag nächstes Jahr werde ich dann über meine Ziele für 2015 sprechen. Ich wünsche jedem Leser einen guten Rutsch und ein schöne Silvesterparty.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Kalender 2015

Für das Jahr 2013 hatte ich mir vor etwa 2 Jahren einen eigenen Kalender erstellt, d.h. selbst das Layout erstellt, eigene Bilder den einzelnen Monatsblätter hinzugefügt und schließlich auch selbst ausgedruckt. Lediglich die Bindung der Blätter habe ich einem Buchbinder überlassen. 2014 gab es so etwas nicht und so hängt der Dezember 2013 immer noch bei mir an der Wand. Für nächstes Jahr habe ich mir nun wieder einen eigenen Kalender erstellt.

kalender

Als Vorlage habe ich die Datei von dem 2013er-Kalender benutzt. Lediglich die Schriftart und natürlich die Anordnung der Tage habe ich angepasst. Das Layout änderte ich kaum. Allerdings habe ich dem Bild bei diesem Kalender mehr Platz gegeben. Thematisch habe ich den Kalender voll und ganz auf die Architekturserie in diesem Jahr ausgerichtet. So fand also das monatliche Architekturbild auch seinen Platz im jeweiligen Kalenderblatt für nächstes Jahr.

Für den Ausdruck verwendete ich diesmal nicht ganz so starkes Papier. Im letzten Jahr druckte ich die einzelnen Monatsblätter auf mattem Papier mit 300g/m². Für den 2015er-Kalender habe ich mattes Papier mit einer Stärke von 230g/m² benutzt. Das dicke Papier hat sich im Laufe der Zeit leicht gebogen. Ich hoffe einfach mal, dass das bei dem etwas dünneren Papier nicht passiert. Etwas günstiger war das Papier auch. So ist es auch nicht ganz so ärgerlich, dass ich einige Blätter mehrfach ausdrucken musste. Gerade die dunklen Bildern wurden teilweise zu dunkel ausgedruckt. Deshalb habe ich einige Bilder mit einer Tonwertkorrektur noch etwas aufgehellt, so dass auf dem Ausdruck auch die Helligkeitsunterschiede in den dunklen Bereichen zu erkennen sind.

Bei der Bindung habe ich wieder auf Bewährtes gesetzt. Nachdem ich für den 2013er-Kalender lange nach dem passenden Partner für die Bindung suchen musste, habe ich diesmal gleich die richtige Person kontaktiert. So übernahm wieder die Buchbinderei Klein die Ringbindung des Kalenders. Das Ergebnis war in meinen Augen wieder perfekt.

Damit kann ich nun den Kalender von 2013 durch ein aktuelles Exemplar ersetzen. Wie immer wirken die Bilder ausgedruckt noch einmal ganz anders. Alles in allem macht der Kalender aus meiner Sicht einen sehr wertigen Eindruck. Ich bin absolut glücklich damit und kann mich nun ein ganzes Jahr daran erfreuen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Architektur 2014: Neues Schloss Stuttgart

Für das letzte Architekturbild in diesem Jahr habe ich das Neue Schloss Stuttgart gewählt. Das Foto entstand bereits Anfang Oktober als ich auch das Staatstheater fotografiert habe. Das Schloss wurde von 1746 an in über 60 Jahren gebaut. Zusammen mit dem Schlossplatz bildet das Schloss den Mittelpunkt der Stadt Stuttgart.

Dieses Bild wurde wieder mit Hilfe eines Graufilter lange belichtet. Das erkennt man vor allem an den Schwänen im Vordergrund, die gerade bei der Morgentoilette waren und durch die Bewegung und der langen Belichtung verschwommen sind.

Auch bei diesem Bild habe ich bei Beginn der Bearbeitung wieder den RAW-Konverter verwendet und Anpassungen bei den Tiefen und den Lichtern vorgenommen. Anschließend habe ich ein wenig mit dem HDR-Filter von der NIK Collection gespielt und einen leichten HDR-Effekt einfließen lassen. Durch die anschließende Schwarz-Weiß-Konvertierung geht dieser Effekt natürlich auch ein Stück wieder verloren. Die Kontraststeigerung durch die HDR-Bearbeitung bleibt aber erhalten und bekommt so bei der Schwarz-Weiß-Umsetzung auch ein größeres Gewicht. Abschließend habe ich das Bild noch etwas geschärft und eine leichte Vignette verpasst.

Mir gefällt der horizontale Helligkeitsverlauf des Motivs, der zum Einen auf dem Gebäude entsteht, weil die aufgehende Sonne den rechten Gebäudeteil anstrahlt. Zum Anderen entsteht er aber auch durch die weißen Schwäne auf der rechten Bildhälfte und den dunklen Bäumen auf der linken Seite.

Mit diesem Bild habe ich 2014 12 verschiedene Gebäude fotografiert und nach mal mehr oder weniger umfangreicher Bildbearbeitung hier im Blog präsentiert. Es war aus meiner Sicht ein interessantes Projekt und es sind viele schöne Bilder entstanden. Ich weiß aber auch, dass ich sowohl fotografisch wie auch beim Postprocessing noch Reserven habe. Deshalb werde ich auch versuchen, diese Art der Fotografie in der ein oder anderen Weise weiter zu betreiben.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Zeit für Bilder: Gegen das Licht

Das Jahr ist fast vorbei und damit wird das hier der letzte Beitrag in “Zeit für Bilder” dieses Jahr. Ich zeige hier ein Bild, dass bei meinem Ausflug zum Wildsee entstand. Es ist eine Gegenlichtszene, wobei die ersten Sonnenstrahlen gerade so durch die Baumwimpfel brechen und Lensflares erzeugn. Das Bild lebt von den starken Kontrasten. Der Himmel ist nahezu absolut Weiß, während einige Schattenbereiche komplett Schwarz ohne Zeichnung sind. Dennoch gibt es auch ganz feine Helligkeitsunterschiede, gerade bei dem Wald. Dadurch entsteht eine schöne Tiefenwirkung.

 

Bei diesem Bild habe ich die RAW-Entwicklung etwas intensiver betrieben. Neben den üblichen Anpassungen für Tiefen und Lichter, sowie einer leichten Schärfung und Kontraststeigerung habe ich vor allem diesmal etwas mit den Farben experimentiert. Vor allem die Gelb- und Grüntöne wurden verändert. Dadurch konnte ich bei der Schwarz-Weiß-Konvertierung den Kontrast erhöhen. Außerdem konnte ich bei dem Wald so auch noch die feinsten Kontrastunterschiede etwas verstärken und sichtbar machen.

Das Bild erinnert mich an diese wirklich schönen Morgen. Auch wenn das Aufstehen viel Überwindung gekostet hat und der Ausflug am Anfang eine Fahrt ins Ungewisse war, so bin ich auch Wochen später noch sehr glücklich, es gemacht zu haben.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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