Alles hat ein Ende

Hört sich dramatisch an. Ist es nicht.

Aber vor Kurzem gab es ein Ereignis, das für mich sehr bedeutend ist. Vor wenigen Wochen habe ich meine Laufbahn als aktiver Fußballer beendet und die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Ich habe 21 Jahren, mit 1 Jahr Unterbrechung, aktiv im Verein gespielt. Das heißt jahrelang 2x wöchentlich zum Training, jedes Wochenende zum Punktspiel, jahrelang viel zu viel Geld in neue fußballspezifische Sachen investieren und ständig irgendwelche Verletzungen und Wehwehchen. Das heißt aber auch, dass man über Jahre immer wieder neue Leute kennen lernt, die teilweise zu richtig guten Freunden geworden sind, viele schöne Stunden beim obligatorischen Bier nach dem Sport und natürlich überwiegend viel Freude und Leidenschaft beim Ausüben.

schuhe

Ich habe mit Ausnahme von einem Jahr in der Landesliga die ganzen Jahre immer in unterklassigen Ligen gespielt. Zu mehr hat es nie gereicht und zu mehr hatte ich auch nie die Motivation. Ich war über all die Jahre immer vereinstreu. Ignoriert man die wenigen Wochen bei Energie Cottbus, wo ich meine Fussballkarriere begonnen habe, gab es genau zwei Vereine in meiner Laufbahn. 13 Jahre spielte ich von meiner Jugend an beim BSV Cottbus-Ost. Mit  Beginn meines Berufsleben und dem notwendigen Standortwechsel war auch ein Wechsel des Vereins zwangsläufig. So begann ich vor 7 Jahren in Stuttgart beim SC Stammheim das Fußballspielen.

Warum habe ich nun aufgehört? Eigentlich kann man mit 31 jahren ja doch noch das ein oder andere Jährchen spielen. Nun die liebe Gesundheit. Letztes Jahr hatte ich bereits eine Knie-OP aufgrund eines Meniskusrisses. Dieses Jahr war die zweite Operation am gleichen Knie fällig. Diesmal auch mit der klaren Empfehlung von gleich zwei Ärzten solche Sportarten, wie z.B. Fußball, sein zu lassen. Die möglichen Konsequenzen bei Nichtbeachtung führten bei mir dann dazu, dass die Vernunft siegte. Und so habe ich meine fußballerische Karriere quasi perfekt mit einem Aufstieg beendet. Man soll ja schließlich auch aufhören, wenn es am Schönsten ist.

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Aber ich verliere nicht nur eine große Leidenschaft, sondern gewinne auch etwas. In erster Linie ist das Zeit, die ich nun auf die anderen Hobbies, wie die Fotografie und das Laufen, aufteilen kann.

Abschließend bleibt mir nur einen großen Dank auszusprechen. Dank an die beiden Vereine in Cottbus und Stuttgart, die mir über Jahre ein zweites zu Hause gegeben haben. Der größte Dank geht aber an alle Mitspieler, Trainer und Funktionäre, die mich all die Jahre begleitet haben. Es war mir eine große Ehre.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig

Gruß chuqa

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Architektur 2014: Vier-Burgen-Steg

Für diesen Monat habe ich als Motiv für mein Architekturthema eine Rad- und Gehwegbrücke gewählt, die sich auf meiner Haus- und Hof-Laufstrecke befindet. Die Brücke ist als Seilbogenbrücke über den Neckar konstruiert. Mittig verläuft ein Bogen aus Stahl. Rechts und links davon sind Seile zu den Fahrbahnträgern gespannt.

Das Bild ist an dem einem Ende der Brücke entstanden. Ich stand mit der Kamera am Fuß des Stahlbogens und habe sie zentral auf den Bogen ausgerichtet. Das zentrale und dominante Elemente ist damit der vordere Teil des Bogens. Rechts und links sind die ersten beiden Stahlseile zu sehen.

An einem super sonnigen Tag um die Mittagszeit habe ich das Motiv aufgenommen. Ich wollte die Wolken mithilfe einer langen Belichtungszeit zu nebensächlichen Streifen formen. Allerdings war auch der Wind an diesem Tag recht schwach, so dass auch durch das viel zu helle Umgebungslicht einige Versuche notwendig war, bis das Motiv wie gewünscht im Kasten war.

In der Nachbearbeitung habe ich bei den Wolken etwas Neues ausprobiert. In einem Tutorial habe ich eine Anleitung gefunden, die Wolken strahlenförmig in Szene zu setzen. Sicherlich war mein Bild nicht ideal, da ich ja bereits ziehende Wolken hatte. Besser wäre eine kurze Belichtungszeit gewesen. Trotzdem glaube ich, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Ich bin jedenfalls zufrieden.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Egon ist zickig

In den letzten 2 Wochen habe ich weiter an Egon gearbeitet. Ziel war eigentlich nur, das Modell in eine virtuelle Welt einzubetten. Das klappte soweit auch ganz gut und war nach wenigen Stunden abgeschlossen. Aber beim Erstellen des fertigen Bildes, um es hier auf dem Blog zu zeigen, gab es ein paar Fehler im Ergebnis. Ursache ist gar nicht die Welt, die dazu gekommen ist, sondern Probleme mit dem ursprünglichen Modell. Aus welchen Gründen auch immer sind diese Fehler aber bisher nicht zum Tragen gekommen. Sie äußerten sich in lange graue Zacken, die an den Hosenlaschen für den Gürtel ansetzen und vom Modell wegführten. Auch am Ohr traten solche Zacken auf.

Forscht man etwas im Internet nach, handelt es sich dabei durchaus um ein bekanntes Problem. Auslöser sind im Modell überlappende Flächen im Zusammenspiel mit einem sogenannten Modifier, der das Modell feiner unterteilt und damit runder und geschmeidiger macht. Nachdem die bekannten Lösungen bei meinem Modell nicht funktioniert haben, habe ich verschiedene Sachen ausprobiert. Das hat mich ordentlich Zeit gekostet, da immer wieder das Ergebnis des Render-Prozesses, also der Ausgabe, überprüft werden musste.

Schlussendlich habe ich eine Lösung gefunden. Löschen des Verursachers und einen neuen, gleichen Modifier war schließlich erfolgreich und ließ die hässlichen Zacken verschwinden. Damit kann ich euch nun endlich Egon in einer kleinen aber feinen virtuellen Welt mit Rasen und einen Felsen im Hintergrund zeigen. Offen ist nun eigentlich nur noch die Bewegung des Charakters. Das steht als nächstes auf dem Plan.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Posing Egon

Eines gleich vorweg. Mein Versprechen, Egon zu animieren, kann ich leider nicht halten. Eine Animation bedeutet, dass es ein bewegtes Bild gibt. Soweit bin ich noch nicht. Aber Egon hat mittlerweile ein Modell bekommen, mit dem sich Egon bewegen lässt. Ich habe sogar die Möglichkeit, Egon verschiedene Gesichtsausdrücke zu verpassen. Es ist also Mimik und Gestik möglich. Den Beweis zeigt folgendes Bild.

Egon v6

Wirklich erstaunlich ist es, wie schnell man doch zu einer Möglichkeit kommt, den Charakter recht realistisch zu bewegen. Ein paar Abschlussarbeiten muss ich aber an dem Bewegungsmodell noch durchführen. Danach soll Egon noch in eine Landschaft eingebettet werden, bevor er abschließend dann endlich animiert wird.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig,

Gruß chuqa

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Zeit für Bilder: Der Palast

Von meinem mehrtägigen Paris-Besuch im Frühjahr diesen Jahres gibt es noch das ein oder andere Bild, das es wert ist zu zeigen. Und so kommt auch diesen Monat in der Kategorie “Zeit für Bilder” das Motiv aus der Hauptstadt Frankreichs. Es handelt sich dabei um den Louvre, der früher ein Königspalast war und heute hauptsächlich als Museum mit dem Bild der “Mona Lisa” bekannt ist.

Die Nachbearbeitung begann bei diesen Bild mit der Erstellung eines Panoramas aus sechs Einzelbilder. Anschließend habe ich die Flügel des Gebäudes perspektivisch korrigiert. Danach wurde die Schwarz-Weiß-Bearbeitung umgesetzt. Dabei habe ich die Schatten etwas aufgehellt, die Lichter etwas abgedunkelt, einen Rotfilter zur Abdunkelung des Himmels drüber gelegt und schließlich die Strukturen des Motivs ein wenig verstärkt. Das Bild wurde so beschnitten, dass nur 3 der 5 Gebäudeteile zu sehen sind. Bevor abschließend noch ein paar wenige Flecken retuschiert wurden habe ich den Kontrast in den Wolken noch erhöht. Dazu gleich noch mehr.

Die Symmetrie des Bildes wäre sicherlich noch besser gewesen, wenn ich bei der Aufnahme genau in der Mitte des Hofes gestanden hätte. Die Schwarz-Weiß-Umsetzung war so ursprünglich auch nicht geplant, denn mir gefielen die Farben des Ursprungspanoramas recht gut. Aber ich wollte schauen, wie es schwarz-weiß wirkt. Und, meiner Meinung nach, wirkt es deutlich besser. Zum Einen gefällt mir der große Kontrast zwischen dem linken, von der Sonne angestrahlten, Flügel und dem rechten Flügel, der im Schatten liegt. Zum Anderen mag ich die räumliche Tiefe, die vor allem in der Schwarz-Weiß-Version deutlich wird. Um den Effekt noch mehr zu erhöhen, habe ich den Kontrast in den Wolken verstärkt. Vor allem in hoher Auflösung wird die Tiefenwirkung sehr deutlich.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Architektur 2014: Volksbank Stuttgart

Am vergangenen Wochenende habe ich das Architekturbild für diesen Monat aufgenommen. Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Gebäude ablichten, fand vor Ort aber die Glasfassade der Volksbank interessanter und habe mich für dieses Motiv entschieden.

Volksbank Stuttgart

Dabei habe ich von vornherein auch nur diese eine Perspektive gewählt und verschiedene Belichtungszeiten ausprobiert. Zu mehr blieb leider keine Zeit. Bei einer Aufnahme hat dann auch das Verhältnis von Wolken zu klarem Himmel gepasst, so dass ich mit einer Langzeitbelichtung das Vorbeiziehen der Wolken gut in Szene setzen konnte.

Vor allem die vielen Spiegelungen des Himmels und der Gebäudeteile finde ich spannend. Die Fassade am oberen Bildrand z.B. ist auch komplett aus Glas. Die helle Schattierung kommt durch Spiegelung von Wolken zustande, die im Bild gar nicht zu sehen sind, sondern sich hinter der Fassade am unteren Bildrand verstecken.

Die Nachbearbeitung lief wie üblich. Zu Beginn wurde die Korrektur der Bilddrehung und des Beschnitts durchgeführt. Danach wurde das Bild in Schwarz-Weiß umgesetzt. Anschließend wurden einige Details des Bildes heraus gearbeitet, bevor am Ende schließlich noch kleinere Korrekturen vorgenommen wurden.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig

Gruß chuqa

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Und es geht doch

In meinem letzten Beitrag zu Egon hatte ich von Problemen beim Rendern berichtet. Ursache sind die Haare, die mit Hilfe von sogenannten Partikelsystemen erstellt werden. Diese werden sehr schnell sehr groß. Ab einer gewissen Zahl von Partikeln konnte Blender einfach nicht mehr Rendern und stürzte ab. Im Taskmanager konnte man beobachten, wie sich Blender beim Rendern sämtlichen Arbeitsspeicher greift, der verfügbar ist. Mein System hat immerhin 16GB RAM. Steht Windows kein Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung, werden Daten in die Auslagerungsdatei geschrieben. Diese Auslagerungsdatei war bei mir recht klein und dazu noch auf einer Partition, die auf einer normalen SATA-Festplatten eingerichtet war, während Blender selbst auf einer SSD installiert ist. Die ganze Konfiguration scheint also nicht optimal zu sein.

Egon v5

Nun habe ich eine zweite SSD in mein System eingebaut und die Auslagerungsdatei mit der empfohlenen Größe auf diese Platte verschoben. Das ist dann auch schon die Lösung gewesen. Blender kann nun in ca. 25 Minuten Egon komplett mit der gesamten Behaarung rendern. Das Bild oben ist das Ergebnis dieses Vorgangs. Vergleicht man dieses Bild mit dem Bild, das aus zwei Rendervorgängen aus dem letzten Beitrag entstanden ist, sieht man deutlich den besseren Übergang vom Bart zur Brustbehaarung.

Ich bin wirklich froh, eine Lösung für das Problem gefunden zu haben. Der Zustand vorher war für mich durchaus ein Grund, das ganze Projekt mit Blender so nicht weiter fortzuführen. Nun aber kann ich mich weiter auf die Fortsetzung von Egon und seiner Animation konzentrieren.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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