Hamburger Michel

Die Kirche Sankt Michaelis, genannt Michel, ist eines der Wahrzeichen für die Hansestadt Hamburg. Den Namen verdankt diese Barockkirche dem Erzengel Michael. Der Kirchturm ist 132m hoch und von fast überall her sichtbar.

Das Bild entstand auf dem Weg zur Kirche. Die Bäume und Büsche versperren den freien Blick auf die Kirche. Der alternative Aufnahmestandpunkt wäre hinter der Bepflanzung gewesen. Allerdings führt direkt vor der Kirche eine relativ stark befahrene Straße entlang. Da gefällt mir das wenige Grün dann doch besser als der Autoverkehr.

Gerne hätte ich euch auch ein Bild aus der Kirche oder ein Blick über Hamburg vom Kirchturm aus gezeigt. Das Kirchenschiff war an diesem Tag aber aufgrund einer Veranstaltung gesperrt. Für den Aufgang zum Kirchturm hätte wir eine längere Wartezeit einplanen müssen, die wir nicht auf uns nehmen wollten. So entging uns diese beiden Motive.

Bei der Nachbearbeitung von Bildern mit Gebäuden ist die Korrektur der Perspektive ja fast schon obligatorisch. So wurde auch dieses Bild perspektivisch aufbereitet. Nach der Bearbeitung der Tiefen und Lichter mit Hilfe des Raw-Filters habe ich das Bild ein wenig geschärft. Anschließend verwendete ich den HDR-Filter aus der Nik-Collection, um dem Himmel mehr Dramatik zu verleihen und dem Bild insgesamt mehr Spannung zu geben.

Der größte Bearbeitungsaufwand bestand in der Eliminierung eines Basketballkorbes, der im Vordergrund stand und für mich deutlich zuviel Aufmerksamkeit auf sich zog. So wurde viel gestempelt und der Basketballkorb durch Busch- und Baumstruktur ersetzt. Mit einem Pinsel in Blattform und passender Farbe wurde dann noch etwas Unregelmäßigkeit in den duplizierten Bereich eingefügt. Die abschließende Bearbeitung war die Erstellung einer Vignette, um den Blick des Betrachters noch ein wenig zu lenken.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Alter Elbtunnel

Gerade habe ich euch ein paar Bilder von meinem Wien-Wochenende Mitte April präsentiert, schon stand die nächste Städtereise auf dem Plan. An dem verlängertem Mai-Wochenende bzgl. des 1.Mai-Feiertages ging es für drei Tage nach Hamburg. Es war mein erster Aufenthalt, der mehr als nur ein paar Stunden dauerte und so gab es genug Zeit, sich die Stadt etwas näher anzuschauen. Bei herrlichstem Wetter wurden zahlreiche Kilometer per Fuß zurückgelegt (diesmal nicht als Marathonlauf) und es entstanden etliche Bilder, von denen ich euch in nächster Zeit einige zeigen möchte.

Ich fange mit einem Bild des alten Elbtunnels in Hamburg an. Der Tunnel liegt unter der Elbe und ist über 400m lang. Er verbindet die St. Pauli-Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder. Die Zeit am späten Nachmittag war eher ungünstig, um den Tunnel menschenleer fotografieren zu können, denn er ist nicht nur ein begehrtes Ziel von Touristen, sondern auch ein öffentlicher Verkehrsweg. So muss man damit leben, dass viele Leute zu der Zeit dort unterwegs sind. Aber ich denke, durch die etwas längere Belichtungszeit und die damit verbundene Bewegungsunschärfe, doch ein recht ansehnliches Bild erfasst zu haben. Die Lichter der entgegenkommende Radfahrer sind nicht direkt zu sehen, sondern spiegeln sich nur in der Tunnelwand. Das verleiht dem Bild nochmal eine Extra-Note.

Zu der Nachbearbeitung gibt es gar nicht viel zu erzählen. Im RAW-Entwickler habe ich ein wenig an den Tiefen und Lichtern geschraubt, die Dynamik etwas erhöht und das Rauschen ein wenig reduziert. Schließlich habe ich das Bild etwas geschärft und ein Vignette gegeben, um den Blick in das Zentrum zu lenken.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Kerzenschein

Mit dem heutigen Beitrag schließe ich die kleine Foto-Reise nach Wien ab. Nach der Karlskirche ging unserer Stadtrundgang weiter in Richtung des Stadtzentrums von Wien. Nach der Oper und einer kleinen Stärkung mit Sachertorte erreichten wir den Stephansdom. Das äußere Erscheinungsbild des Doms zu diesem Zeitpunkt ist wenig attraktiv, da das Gebäude teilweise von einem Baugerüst umhüllt war. Deshalb gibt es heute ein Bild aus dem Inneren des Stephansdom.

Kerzenschein

Das Foto ist mit reichlich technischen Fehlern gespickt. So liegt z.B. der Fokus auf den hinteren Fenstern. Die Kerzen sind unscharf. Die etwas längere Belichtungszeit führt dazu, dass die Bewegungen von Personen nicht eingefroren und dadurch unscharf abgebildet werden.

Aber gerade diese Fehler lenken die Aufmerksamkeit auf die Lichtführung, die nach meiner Meinung wirklich gut getroffen ist. So führt ein heller, fast horizontaler Balken aus Kerzen in der unteren Hälfte in das Bild. Fast am rechten Rand des Motivs, endet der Balken in der horizontalen Ausdehnung. Dafür dehnt sich das Licht nach oben weiter aus und wirft einen leichten Lichtschein auf die in Bewegungsunschärfe verschwommene Person. Die unterschiedliche Größe der Kerzen und die Richtung der Flammen von der größten Kerze leiten dann den Blick gleich weiter zu den Fenstern. Die Fenster und das einfallende Licht vervollständigen dann eine Linie bis in die linke obere Ecke.

Bildbearbeitung steckt auch in dem Foto. Allerdings fiel sie bei diesem Motiv sehr dezent aus, so dass ich keine weiteren Worte darüber verlieren will.

Ich denke, dass die technischen Unzulänglichkeiten zu diesem Foto sehr gut passen. Lediglich die Belichtungszeit war von mir bewusst etwas länger gewählt. Der Fokus allerdings war so nicht beabsichtigt. Ich konnte es allerdings nicht kontrollieren, da das Foto aus der Hüfte gemacht wurde. Manchmal muss man aber auch Glück haben, dass es dann in dem finalen Bild funktioniert. So entstand ein Foto, dass eine leicht melancholische Stimmung vermittelt

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Karlskirche

Nach dem Schloss Schönbrunn führte unsere Tour durch Wien über den Naschmarkt. Der Nachmarkt ist ein riesiger Markt auf dem vorwiegend Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch und Fleisch gehandelt werden.

Auf dem Markt habe ich nur wenige Fotos gemacht. Keines davon ist es in meinen Augen wert, hier gezeigt zu werden, so dass ich gleich zur nächstens Sehenswürdigkeit übergehe. Es handelt sich dabei um die Karlskirche in Wien. Dieser barocke Bau gehört zu den Wahrzeichen Wiens.

Bei der Aufnahme des Fotos habe ich etwas Neues ausprobiert. Es handelt sich bei dem Foto, genau wie bei dem Schloss Schönbrunn, um ein Panorama. Allerdings wurde nicht nur eine horizontale Reihe von Bildern aufgenommen, sondern insgesamt 3 Reihen. Die oberen beiden Reihen haben jeweils 3 Bilder. Die unterste Reihe besteht aus 5 Bilder. Es ergibt sich somit ein Panorama aus 11 Bildern.

Und was bringt das?

In erster Linie hat das Bild eine deutlich höhere Auflösung als ein Einzelbild der Kirche. Nach der Erstellung des Panoramas und dem Beschnitt des Bildes hatte mein finales Bild 83 Megapixel. Über 30MB nimmt das entsprechende JPEG-Bild auf der Festplatte ein. Dieses Exemplar des Bildes ist für meine Galerie zu groß, so dass ich etwas reduzieren musst. Ich habe daher eine verkleinerte Version euch bereitgestellt, die aber immernoch deutlich größer als normal ist. Das Bild hat “nur noch” 30 Megapixel.

Ich habe diesmal das Bild auch direkt aus der Galerie verlinkt. Wenn Ihr auf das Bild klickt, kommt ihr direkt auf das Foto mit den vollen 30 Megapixel. Zoomt doch mal rein und lasst euch von der Fülle der Details begeistern. Das hätte ich mit einer einzelnen Aufnahme nicht leisten können.

Die Nachbearbeitung für dieses Bild war für meine Verhältnisse recht aufwendig. Die immense Größe des Bildes lastete den Arbeitsspeicher meines Rechners voll aus, so dass die Anwendung von Filtern entsprechend zeitintensiv war. Als erstes erstellte mir Photoshop aus den Einzelbildern ein Panorama. Danach habe ich die perspektivische Verzerrung angepasst. Es ist ganz gut gelungen, aber leider nicht zu 100%. Ich denke aber, dass es nur auffällt, wenn man wirklich darauf achtet. Der nächste Schritt war die Anpassung des Ausschnittes. Anschließend habe ich mit dem Cameraw-Raw-Filter ein paar Strukturen im Himmel wieder hervorgeholt. Danach kam die Schärfung und Schwarz-Weiß-Umsetzung des Fotos. Abschließend bekam das Motiv noch eine leichte Vignette.

In meinen Augen ist es faszinierend, wie viel mehr Informationen in so einem aus mehreren Bildern zusammengesetzten Bild stecken, als in einem Einzelbild. So sieht z.B. die Abbildungen auf den Säulen doch recht gut zu erkennen. Bei der Einzelaufnahme ist das so nicht möglich.

Allerdings gibt es auch ein wesentliches Problem, welches auch in meinem Bild gut zu erkennen ist. Während man bei einer Einzelaufnahme nur für ein Bild auf die Aufnahme achten muss, sind es bei einem Panorama entsprechend mehrere Aufnahmen. So gibt es bei meinem Panorama 2 Aufnahmen, die leider leicht verwackelt sind. Das spiegelt sich auch in dem Bild wieder. Auf dem Dreiecksgiebel über den Säulen in der Mitte des Bildes gibt es eine Inschrift in goldenen Buchstaben. Bei großen Teilen der Schrift erkennt man die Unschärfe, während einzelne Abschnitte wiederum gestochen scharf sind. Hier muss ich bei meinem nächsten Versuch einfach sorgfältiger vorgehen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Schloss Schönbrunn

Vom Prater aus stiegen wir in die U-Bahn und erst am Schloss Schönbrunn wieder aus. Der Palast war die Heimat mehrerer Kaiser und Kaiserinnen und der Mittelpunkt des Habsburger Reiches.

Das Foto entstand von dem Großen Parterre aus, welches das Zentrum des Parks bildet und auf der Rückseite des Schlosses liegt. Das Motiv ist aus mehreren Einzelbildern erstellt worden. Dazu habe ich 8 Einzelbilder zu einem Panorama zusammengefügt.

Die Nachbearbeitung fiel bei diesem Bild wieder etwas umfangreicher aus. Während das Panorama Photoshop noch automatisch erstellt hat, habe ich die deutliche perspektivische Verzerrung manuell korrigiert. Anschließend wurden die Tiefen und Lichter, sowie Dynamik und Klarheit mit dem “Camera Raw”-Filter angepasst. Schließlich wurde das Bild noch in Schwarz-Weiß umgesetzt und das finale Bild mit einer leichten Vignette versehen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Prater

Nicht weit von der Franz-von-der-Assisi-Kirche liegt der Wiener Prater. Eigentlich ist der Prater eine Aulandschaft, zu dem auch das Ernst-Happel-Stadion gehört. Bekannt ist aber vor allem der Vergnügungspark. Das Bild in diesem Beitrag kommt auch genau von diesem Vergnügungspark.

Ich habe auf dem Prater fast ausschließlich das Fisheye verwendet. Ich fand diese besondere Optik genau passend für das spezielle Flair eines solchen Vergnügungsparks. So kommt auch die extreme Perspektive und Verzerrung des Riesenrades zustande.

Prater

In der Nachbearbeitung habe ich gar nicht so viel gemacht. Die Lichter wurden etwas abgedunkelt, um den doch recht flauen Himmel etwas mehr Struktur zu verleihen. Auch die dunklen Bereiche sollten etwas mehr Struktur bekommen. Dafür wurden dann die Tiefen etwas aufgehellt. Schließlich wurden die Dynamik etwas erhöht und das Bild etwas geschärft. Den Abschluss bildet eine leichte Vignette am Bildrand.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Kirche zum heiligen Franz von Assisi

Und weiter geht es auf unserer kleinen Bilderreise durch Wien. Gestartet sind wir am DC Tower am Fuß der Reichsbrücke auf der östlichen Seite der Donau. Bei unserem Weg auf der Reichsbrücke über die Donau tauchte die Kirche zum heiligen Franz von Assisi auf. In diesem Beitrag zeige ich euch diese Kirche, die auch Kaiserjubiläumskirche oder Mexikokirche genannt wird.

Es handelt sich also auch bei diesem Bild wieder um ein Architekturbild. Und auch hier halte ich die Umsetzung wieder ganz klassisch in schwarz-weiß. Ich habe bei der Nachbearbeitung vor allem die Kontraste im Himmel deutlich angehoben, da auf dem Ausgangsbild der Himmel so gut wie keine Struktur hatte. Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Schärfe im Gebäude. Mit Hilfe des “Topaz Detail”-Filter habe ich die Strukturen im Gebäude deutlich hervorgehoben.

Die Streifen im Himmel, d.h. also die Simulation einer Langzeitbelichtung, habe ich übrigens diesmal weggelassen. Ich finde einfach, dass die Strukturen im Himmel bei diesem Motiv sehr gut wirken.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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