Zeit für Bilder: Kolonnade

Diesen Monat gibt es in “Zeit für Bilder” das Motiv einer Kolonnade. Anlässlich des Berlin Marathons 2014 war ich Ende September in der Hauptstadt. Einen Tag vor dem Lauf hatte ich Gelegenheit, ein wenig durch die Stadt zu schlendern.

Das Bild zeigt eine Kolonnade bei der Alten Nationalgalerie. Eine Kolonnade ist ein Säulengang. Bei der alten Nationalgalerie gibt es mehrere dieser Säulengänge. Zusammen bilden sie einen Kolonnadenhof direkt vor der Alten Nationalgalerie.

Die Nachbearbeitung fiel diesmal wieder etwas moderater aus. Ich habe perspektivisch einige Korrekturen vorgenommen und das Bild natürlich wieder in Schwarz-Weiß konvertiert. An Decke, Boden und den Säulen habe ich auch kleinere selektive Korrekturen vorgenommen. Zum Abschluss habe ich noch eine recht starke Vignette drüber gelegt, d.h. die Ecken abgedunkelt.

Mit den Anpassungen der Helligkeiten habe ich versucht, die Tiefenwirkung noch zu verstärken. Wenn ich mir das Bild jetzt so betrachte, fällt mir sogar noch eine weitere Möglichkeit ein, wie ich noch mehr Tiefe ins Bild hätte bringen können. Vielleicht gibt es ja bald noch eine zweite Version des Bildes.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Urlaub auf Teneriffa

In dem Beitrag “Aktuelles” hatte ich bereits angedroht, einen oder mehrere Beiträge über meinen Urlaub in diesem Jahr zu verfassen. Ihr habt Glück. Es ist genau ein Beitrag, nämlich dieser hier. 1 Woche meines Sommerurlaubs verbrachte ich mit Freundin auf Teneriffa. Genau über diese Woche möchte ich ein wenig berichten.

Unser Hotel lag in Puerto de la Cruz im Norden der Insel. Bis auf den ersten Tag, wo es etwas diesig war, hatten wir eigentlich jeden Tag sonniges Wetter bei sehr angenehmen 30°C. Hier und da waren auch ein paar Wolken vom Gebirge her zu sehen.

Masca-Schlucht

Nach zwei Tagen Relaxen im Meerwasser-Schwimmbad ging es am dritten Tag in den Süden der Insel in das kleine Dorf Masca. Dieser Ort war der Ausgangspunkt für eine 3,5 stündige Wanderung durch eine Schlucht zum Meer. Es galt 5,5km und 700 Höhenmeter hinab zu überwinden. Es gab sogar einige kleinere Kletterpassagen zu bewältigen. Für mich war es ein schönes Erlebnis, auch wenn es hier und da nicht ohne ist. Gutes Schuhwerk ist auf jeden Fall notwendig und man freut sich dann auch, wenn das Meer in Sichtweite ist.

view to sea out of masca canyon

Als wir an der Küste angekommen sind, hatten wir die Möglichkeit ein kleines Bad zu nehmen, bevor uns ein Boot abholte. Das Boot brachte uns in die nächste Ortschaft, von wo aus uns schließlich ein Shuttle zurück nach Puerto de la Cruz brachte. Bei der Bootsfahrt hielten wir auch noch kurz an einer Stelle, wo wilde Delfinen schwammen. Sogar ein Wal sollte da gewesen sein, den ich aber leider nicht zu Gesicht bekam.

Auf der Rückfahrt zum Hotel hielten wir noch kurz oberhalb der Ortschaft Garachico (siehe Foto unten). Diese Stadt wurde bei einem Vulkanausbruch 1706 fast komplett von Lava verschüttet. Die Stadt wurde anschließend auf der erkalteten Lavagestein wieder aufgebaut. Der kleine Fels im Meer ist das Kennzeichen und der Namensgeber der Stadt.

garachico pano

Teide-Tour

roques de garcíaEin Tag vor unserer Heimreise nahmen wir an einer kleinen Rundfahrt über die Insel teil. Dabei ging es durch den Nationalpark Teide, noch einmal nach Masca, einen kurzen Abstecher nach Garachico und schließlich noch zum Drachenbaum.

Die erste interessante Station auf der Tour war bei der Felsformation Roques de García auf ca. 2300m Höhe unterhalb des Gipfels vom Pico del Teide. Der Pico del Teide ist übrigens der höchste Berg Spaniens. Es ist ein Vulkan mit einer Höhe von 3718m. Die Felsformation ist aus Vulkangestein und mutet etwas bizarr an. Das bekannteste Gebilde davon ist der Roque Cinchado. Ihr seht diese Formation links auf dem Bild unten. Im Hintergrund ist der Gipfel des Pico del Teide zu sehen.

Anschließend ging es weiter durch den Caldera (Krater) mit reichlich Lavagestein nach Masca zum Mittagessen. Bei der Wanderung durch die Schlucht sind wir nur kurz durch das Dorf gelaufen, um zum Schluchteinstieg zu kommen. Diesmal hatten wir etwas mehr Zeit, das malerische Dorf zu besichtigen.

masca

Der nächste Stopp war in Garachico. Auch dieses Städtchen kannten wir von der Rückreise der Schluchtwanderung schon. Allerdings waren wir diesmal direkt in der Ortschaft. Dort wo sich die Lava ins Meer ergoss, entstand ein beeindruckendes Meerwasserschwimmbad. Über befestigte Wege können einzelne Badestellen erreicht werden. An diesem Tag herrschte allerdings ein recht starker Wellengang, so dass baden dort nicht möglich war.

Die letzte Station der Tour war der Drachenbaum in der Stadt Icod de los Vinos. Es handelt sich dabei um den ältesten und größten Drachenbaum der Insel. Über das Alter des Baumes gibt es verschiedene Angaben. In Wikipedia findet man ein Alter von 400 Jahren. Andere Quellen sprechen von einem Alter von 800-1000 Jahren.

el drago

Loro Parque

Einen Tag unseres Urlaubs haben wir im Loro Parque in Puerto de la Cruz verbracht. Der Loro Parque ist ein sehr bekannter Tierpark, der die größte Papageiensammlung der Welt beherbergt.

relaxing jaguar

Eigentlich habe ich Tierparks, Zoos, usw. gegenüber einige Vorbehalte. Mir tun die Tiere leid, die auf so engem Raum leben müssen. Aber ich mag Tiere, vor allem die exotischen Tiere. Der Loro Parque beherbergt ein paar Tiere, die ich in meinem Leben noch nicht live gesehen habe. In erster Linie sind es die Meeressäuger wie die Delfine und Schwertwale. Ich wollte einfach die Gelegenheit nutzen, solche wunderbaren Tiere zu sehen.

Damit sind wir auch schon bei den Tiershows. Das ist ebenfalls eine Besonderheit des Loro Parque. Es gibt mehrere verschiedene Shows, die jeweils mehrmals am Tag stattfinden. Typisch für Touristen sind wir gleich zu den ersten Shows gegangen. Die letzten Shows am Tag waren deutlich weniger besucht. Allerdings fand ich die Stimmung im Stadion so vollbesetzt schon klasse. Ich bezweifle, dass das später auch noch so gut ist.

jumping orcas

Die Delfin-Show und die Orca-Show fand ich persönlich am interessantesten. Es ist beeindruckend, mit welcher Dynamik und Kraft die Tiere schwimmen und springen und zu welchen Aktionen sie sich von den Trainern überreden lassen. Gerade bei den Orcas kam mir das Becken allerdings doch sehr klein für diese großen Tiere vor. So gibt es nicht nur positive Erinnerungen von dem Besuch im Loro Parque.

Fazit

black beach in puerto de la cruz

Der Urlaub war super. Das Klima auf den Kanaren ist aus meiner Sicht absolut super. Es ist warm, aber nicht brüllend heiß. Abends ist es mit dem Meerwind zwar etwas frischer, aber immer noch T-Shirt-tauglich. Teneriffa ist eine wirklich schöne Insel. Es gibt hohe Berge, schwarze Strände, viele verschiedene Pflanzen, Lavawüsten und malerische Orte. Wir haben in der einen Woche doch einiges erlebt und auch die Entspannung kam nicht zu kurz. Ich kann es nur absolut empfehlen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Architektur 2014: Staatstheater Stuttgart

Vielleicht ist es ja jemanden aufgefallen, dass mein letztes Architektur-Bild aus dem August stammt. Ich habe es im September einfach nicht geschafft, ein Bild zu zeigen. Dafür werde ich jetzt im Oktober in zwei Beiträgen auch zwei Architektur-Bilder zeigen.

In dem ersten Beitrag zeige ich das Staatstheater in Stuttgart. Vor dem Staatstheater befindet sich ein kleiner Teich. Diesen wollte ich mit auf dem Bild haben und so noch eine Spiegelung aufnehmen. Um möglichst wenig Probleme mit vorbeilaufende Menschen zu haben, habe ich Samstag früh morgens das Gebäude abgelichtet. Das Wasser im Teich war an diesem Tag leider recht unruhig, da Enten für entsprechend viel Wasserbewegung gesorgt haben. Also habe ich doch wieder den Graufilter benutzt und das Motiv 35 Sekunden belichtet. Entgegen meiner bisherigen Architektur-Bilder bildet diese Foto das Gebäude nicht so isoliert ab, sondern zeigt auch viel von der Umgebung. Zum Einen ist da die Spiegelung auf dem Teich und zum Anderen links und rechts die Bepflanzung. Ich fand es bei diesem Motiv einfach passend.

Auch in der Nachbearbeitung habe ich dieses Mal ein paar andere Wege beschritten. Die RAW-Bearbeitung und Schwarz-Weiß-Umsetzung war obligatorisch. Auch die Retusche-Arbeiten sind ja üblich, waren bei diesem Bild aber etwas umfangreicher als normal. So störte mich z.B. eine recht große Werbung, die ich entfernt habe.

Neu hingegen ist die Belichtung und die Tonung des Bildes. Ich mag Bilder, bei denen die dunklen Tonwerte dominieren. Auch dieses Bild habe ich erst sehr dunkel bearbeitet. Später probierte ich aber auch eine sehr helle Version aus und fand sie auf Anhieb schön. Deshalb entschied ich mich diesmal für eine helle Version.

Bei der Tonung lief es ganz ähnlich. Eher per Zufall versuchte ich auf die Schwarz-Weiß-Version einen anderen Weißabgleich, was dann zur Tonung führte. Zuerst hatte ich eine dunkle blaue Version des Bildes, die mir sehr zusagte. Später probierte ich dann diese helle Version mit einer leichten rot-braunen Tönung. Diese gefällt mir noch ein bisschen besser und so ist das mein finales Architekturbild.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Die Neue

Der Wunsch einer neuen Kamera besteht bei einem Fotografen ja eigentlich fast immer. Schon einige Zeit bin ich mit einigen technischen Eigenschaften meiner doch recht alten Pentax K20D so sehr unzufrieden, dass in den letzten Monaten bei mir der Wunsch nach einem Upgrade sehr stark gereift ist. So habe ich etwas Geld zusammen gespart und den Markt etwas beobachtet. Die Photokina 2014 war schließlich der Zeitpunkt, an dem ich eine Entscheidung fällen wollte. Die Messe wollte ich nutzen, um mir eine Übersicht der aktuellen Modelle egal welches Herstellers zu verschaffen und mit den jeweiligen Kameras ein wenig spielen.

Kriterien

Nun nach welchen Kriterien wähle ich meine Zukünftige? Ich bin kein Profi. Ich verdiene mit der Fotografie kein Geld. Es ist “nur” ein Hobby und ich habe auch nur ein begrenztes Budget. In der Betrachtung müssen also auch die Folgekosten (Objektive, Blitze, o.a. Zubehör) beachtet werden. Ich habe keine Prioritäten für Marken, außer das Pentax aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre dort vielleicht einen kleinen Vorsprung hat. Meine Kriterien für die Auswahl sind also recht bescheiden. In erster Linie lege ich großen Wert auf eine gute Haptik. Für mich bedeutet es, dass die Kamera gut in der Hand liegt und die Hand beim Halten nicht verkrampft. Auch die Erreichbarkeit der einzelnen Einstellungen muss einfach sein. Das zweite wesentliche Kriterium für mich war die Bedienung. Dafür habe ich jede Kamera in die Hand genommen, den Modus auf manuell gestellt und versucht die Werte für Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit intuitiv zu verstellen. Außerdem habe ich mir die Menüs kurz angeschaut.

Kandidaten

In meiner Kandidatenliste war die Pentax K3, Sony Alpha 7, Canon 6D, Nikon D610, Olympus OMD E-M1 und Fuji X-T1. Auch die nagelneue Canon 7D Mark II hatte ich in der Hand. Preislich liegen alle Modelle auf dem gleichen Niveau bei ca. 1200-1400 EUR für den Body. Die Pentax liegt mit knapp 1000 EUR für den Body etwas darunter.

Entscheidungsfindung

Ich finde das Vollformat reizvoll. Warum kann ich nicht mal so genau erklären. Vielleicht ist es einfach nur das “Haben” wollen. Mit Canon, Nikon und Sony habe ich drei Vollformat-Kameras in der näheren Auswahl. Zu der Sony habe ich Calvin Hollywood befragt. Er hatte auf seinem Blog vor Kurzem diese Kamera im Test. Auf meine Frage hin schwärmte Calvin geradezu von der Kamera und empfahl sie mir. Ich kam auch auf Anhieb ganz gut mit dieser Kamera klar. Nur die Haptik sagte mir nicht so zu. Sie war nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so gut, wie andere Modelle. Die Canon und Nikon waren super. Sowohl die Bedienung wie auch die Haptik waren sehr gut. Dabei gefiel mir die Canon sogar noch etwas besser als die Nikon, obwohl, für mich etwas ungewöhnlich, das zweite Einstellrad fehlt. Mit der Pentax kam ich eh gut zurecht und auch bei der Olympus hat aus meiner Sicht alles gepasst. Die Fuji fiel bei diesem Test durch. Ich kam mit der Bedienung überhaupt nicht zurecht und so war die Kamera der erste Streichkandidat.

In dem Beitrag zum Photokina-Besuch hatte ich bereits angedeutet, dass der Vortrag von Martin Krolop wesentlich zu meiner Entscheidung beigetragen hat. Ja der Krolop stellt sich doch tatsächlich mitten auf der Photokina auf die Bühne und erzählt, dass die Technik egal ist. Nun gut, ganz so hat er es nicht ausgedrückt, aber aus seinem Vortrag zur Reise nach Paris ging deutlich hervor, dass die Technik nicht entscheidend ist, sondern viel mehr der Moment. Recht hat er. Natürlich hilft das beste Objektiv nicht, wenn es nicht zum Motiv passt, d.h. man zu nah dran oder zu weit weg ist.

Ja auch meine Gedanken zum Neukauf kreisten immer wieder in diese Richtung. Ich bin ja gar nicht mal unzufrieden mit meinen Fotos. Und selbst wenn, was soll eine neue Kamera daran ändern? Also was braucht man schon um ordentlich zu Fotografieren? Qualitativ gute Fotos macht jede aktuelle Kamera. Jede von meinen Kandidaten ist Klasse. Mit einem Kauf macht man sicher keinen Fehler.

Lange Rede, kurzer Sinn

Als Kriterium bleibt nach meiner Meinung nur noch der finanzielle Aspekt. Sowohl vom Body-Preis, wie auch das bereits vorhandene Equipment ließ dann nur die einzig möglich Entscheidung pro Pentax zu. Da es gerne auch etwas mehr sein darf und Pentax gerade eine Sonderedition für die K3 heraus gebracht hat, habe ich mir eine von 2000 Pentax K3 Prestige Edition geleistet, inklusive zweiten Akku und Batteriegriff. Mal ganz ehrlich: die sieht schon verdammt cool aus!

Und die Bedenken?

Im Vorfeld hatte ich ja Bedenken geäußert, dass die Dritt-Hersteller für Objektive, wie z.B. Tamron und Sigma, nicht mehr für Pentax produzieren. Der Tamron-Mitarbeiter bestätigte im Prinzip meine Beobachtungen. Die verkauften Stückzahlen rechnen sich für den Pentax-Mount einfach nicht, so dass diese Hersteller aktuell neue Objektive für Pentax nicht mehr herausbringen. Aber da bin ich dann wieder bei dem Punkt: Was braucht man eigentlich? Tamron und Sigma haben jede Menge Objektive noch in Ihrem Portfolio. Dazu konnte ich mich auf der Messe von der doch ganz ansehnlichen Auswahl Samyang-Objektive überzeugen, die hierzulande unter dem Namen Walimex verkauft werden. Die sind sogar preislich sehr interessant. Ebenfalls auf der Messe habe ich Zenit entdeckt, von denen ich bereits ein altes M42-Objektiv habe. Auch die scheinen ein paar Pentax-Objektive im Angebot zu haben.

An erster Stelle stehen aber natürlich noch die Pentax-Objektive. Da gibt es ja auch eine sehr breite Auswahl und Pentax bzw. Ricoh entwickelt dort auch immer wieder neue Linsen.

Zum Abschluss vielleicht noch eine kurze Geschichte aus der Kategorie: Wie es halt immer so läuft. Kurz nach dem ich die Pentax eingetütet und bezahlt hatte, fand ich in meinem Feedreader eine Meldung, dass Pentax aktuell eine Vollformatkamera entwickelt.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Photokina 2014

Heute endet die Photokina 2014, die weltweit bedeutendste Messe für Fotografie. Am Freitag war ich in Köln auf der Photokina und habe einen Tag auf der Messe verbracht.

Mein Ziel für die Photokina war eine Entscheidungsfindung bezüglich einer neuen Kamera als Ersatz für meine momentane Spiegelreflexkamera K20D von Pentax. Diese Entscheidung habe ich mittlerweile gefällt, werde aber in einem eigenen Beitrag darüber berichten.

Im Gegensatz zu meinem letzten Photokina-Besuch habe ich als Transportmittel diesmal die Bahn genommen. Das ist deutlich schneller aber aufgrund der quasi zum Standard gewordenen Verspätungen leider nicht weniger stressreich. Da sich sowohl auf der Hinfahrt wie auch auf der Rückreise sämtliche Züge (auch die Anschlusszüge) verspäteten, habe ich alle vorgesehenen Züge erreicht. Kurz nach Eröffnung der Photokina um 10 Uhr bin ich am Bahnhof in Köln/Deutz angekommen. 5 Minuten Fußweg und ich stand in der ersten Messehalle.

In Vorbereitung auf den Besuch habe ich mir mehrere Vorträge ausgesucht und so führte mich mein Weg direkt an den Stand von Tamron. Die paar Minuten bis zu Beginn des Vortrags vertrieb ich mir mit dem Ausprobieren von Tamron-Objektiven an meiner Pentax und einem kleinem Schwätzchen mit dem Tamron-Mitarbeiter. In meinem Blogbeitrag zur neuen Kamera werde ich nochmal auf diese Unterhaltung eingehen. Bei dem gewählten Vortrag von Reinhard Eisele ging es um die Reisefotografie. Ein paar Tipps konnte ich da mitnehmen. Direkt im Anschluss an den Vortrag bin ich gleich zum Stand von Video2Brain um mir den Vortrag von Calvin Hollywood zur schnellen Bildbearbeitung anzuhören. Den Vortrag habe ich nur ungefähr zur Hälfte angehört, denn ich glaube die wichtigsten Aussagen bis dahin aufgefasst zu haben. Ich bin dann etwas durch die Halle geschlendert, bevor ich zum Ende des Vortrags wieder zurück zum Vortrag kam, um Calvins Statement zur Sony Alpha 7 zu erfragen. Den habe ich bekommen und werden auch das im nächsten Blogpost erwähnen. Direkt nach Calvin kam die nächste Photoshop-Größe Uli Staiger auf die Bühne von Video2Brain und zeigte ein paar Photoshop-Techniken, vor allem für die Gestaltung von Schatten in Kompositionen. Ich fand es sehr interessant und informativ. Außerdem kommt der Uli nach meiner Meinung wirklich gut rüber. Nach dem Vortrag bin ich direkt wieder zur Tamron-Bühne gewetzt um den vierten Vortrag zu hören. Martin Krolop berichtete über einen Tag der Fotografie in Paris. Wer Martin kennt, weiß dass der eigentlich nicht für die Reisefotografie bekannt ist. Aber er hat auch nicht so sehr den Schwerpunkt auf Motive gelegt, sondern eher auf das Equipment. Dieser Vortrag hat übrigens großen Einfluss auf meine Kamera-Entscheidung. Aber natürlich dazu dann mehr in dem Blogpost zu meiner Entscheidung.

Mit dem Vortrag von Martin Krolop war die Vortragsreihe bis auf einen Vortrag kurz vor dem Ende des Tages abgeschlossen. Es war nur an der Zeit meine Entscheidung zu dem neuen Kamera-Modell weiter zu forcieren. Deshalb standen nun die Kamerahersteller auf meinem Plan. Ich ahnt es sicher schon, aber die Details spare ich mir für den nächsten Beitrag auf, da es ja auch elementar für meine Entscheidung war.

Ansonsten war ich in jeder Halle und habe mir die verschiedensten Aussteller angeschaut. Beim Stand von Galileo Press habe ich mir ein Video Training zu Photoshop gegönnt. Wirklich super fand ich die diversen Foto-Ausstellungen. Vor allem die wunderbaren und beeindruckenden Tier- und Naturfotografien haben es mir angetan.

Meinen Besuch der Photokina habe ich mit einem Vortrag von Joachim Sauer von Videoaktiv über Action Cams abgeschlossen. Ich habe selber ein solche Kamera, die bisher nur sehr wenig zum Einsatz kam. Sie war auch nicht Teil der Betrachtung, was aber in diesem Fall egal war. Wertvoll für mich als Video-Laie waren in erster Linie die wirklich guten Tipps zur Aufnahme und Nachbereitung der Videos. Ich hoffe, diese Tipps dann bald auch in die Praxis umsetzen zu können.

Aus meiner Sicht war die Photokina absolut den Besuch wert. Die verschiedenen Vorträge von Szene-Größen und die hochwertigen Ausstellungen sind für mich die wirklichen Highlights, gar nicht so sehr die großen Hersteller mit ihrer ach so tollen Technik. Geärgert habe ich mich aber über die Preisgestaltung der Verpflegung. Für die gleiche Flasche Wasser habe ich auf der Messe 3,80 EUR gezahlt, während sie auf dem Bahnhof in Stuttgart noch 1,30 EUR gekostet hat. Das ist aus meiner Sicht doch etwas übertrieben. Mit fester Nahrung habe ich mich glücklicherweise vorher selbst verpflegt.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Aktuelles

Ich mag solche Blogposts wie “Aktuelles”, “Status”, “Was gibt es Neues” oder auch “News” eigentlich nicht so. Meistens bedeutet es, dass es aktuell kein Thema gibt, für das ausreichend Material vorhanden ist, damit es einen eigenen Beitrag füllen kann. Genauso aber ist es gerade bei mir. Material ist eigentlich genug vorhanden, aber leider nur “Roh”-Material. Es muss also noch aufbereitet werden. Bis es soweit ist, möchte ich die Zeit aber überbrücken und über ein paar für mich relevante aktuelle Themen sprechen.

Berufliches

Das Bedeutendste für mich kommt auch als Erstes. Diese Woche begann für mich eine Projektmanagement-Schulung, die sich über mehrere Einzelveranstaltung die nächsten Monate hinzieht. Als Abschluss ist Mitte Februar 2015 eine Zertifizierung nach IPMA Level-D vorgesehen. Bin ich erfolgreich, dann kann ich mich hinterher Projektmanagement-Fachmann nennen. Laut Trainer sollte man sich für diese Zeit des Lernens von seinem Privatleben verabschieden. Jeder Kursteilnehmer hat Lernmaterial in Form von Büchern, Heften und einer CD bekommen. Zusammen sind es über 3000 Seiten bzw. 14kg. Das sich das nicht in 5 Minuten lernen lässt, ist dann auch selbsterklärend. Und so wird diese Zertifizierung die nächste Zeit das beherrschende Thema für mich sein. Einige andere private Themen werden deswegen dann auch erst einmal zurückgestellt werden. Davon wird auch die Themenwahl im Blog betroffen sein. Da ich die Fotografie auf jeden Fall auch über die Zeit aufrecht erhalten möchte, denke ich in erster Linie daran, den Content rund um Blender einzuschränken bzw. zu pausieren.

Urlaub

Ich war vor Kurzem im Urlaub, genauer auf Teneriffa. Mit dabei war natürlich die Kamera. Knapp 4500 Bilder und ein paar Minuten Videomaterial sind entstanden. 3000 Bilder habe ich bereits aussortiert und 2 Bilder bearbeitet (hier im Beitrag). Zu mehr hat es allerdings bisher nicht gereicht. Ich möchte aber hier auf jeden Fall in einem oder mehreren Beiträgen darüber berichten. Wie gesagt, Videomaterial gibt es auch. Allerdings möchte ich es, so wie es ist, nicht zeigen. Vielmehr stelle ich mir vor, dass Material zusammen zu schneiden. Da ich damit bisher noch überhaupt keine Erfahrung habe, wird es wohl auch noch etwas dauern.

Ebenfalls während meines Urlaubs war ich ein paar Tage in meiner Heimat Cottbus. Die Gelegenheit habe ich genutzt, um einen Nachmittag in ein nahegelegenes Waldgebiet zu fahren und dort Bilder von einer Moorlandschaft zu machen. Der Grund war ein Fotowettbewerb vom Bund Brandenburg zu einem Moorschutzprojekt. Ich habe zwei Bilder eingereicht (eines seht ihr unten). Mit dem Ergebnis bin ich allerdings nicht zufrieden. Ich konnte meine Vorstellungen vor Ort dann nicht so umsetzen, wie ich wollte. Irgendwann haben die Mücken dann auch so sehr genervt, dass ich meine Zelte abgebrochen habe und mit dem mauen Ergebnis leben musste. Mal schauen, wie die Jury meine Bilder findet.

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Photokina

Klar an dem Thema kommt man ja aktuell als Fotograf nicht vorbei. Mit dem heutigen Tag startete die Photokina 2014. Ich war 2012 bereits da und werde auch dieses Jahr einen Tag Urlaub opfern. Am Freitag bin ich dann vor Ort und werde hinterher auch hier darüber berichten.

Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch 2012 erhoffe ich mir diesmal wirklich, mit einem konkreten Ergebnis zurück zu kommen. Seit einiger Zeit schwebt mir ein Kamera-Neukauf vor. Immer öfter komme ich beim Fotografieren in Situationen, bei der ich mit meiner 5 Jahre alten Pentax K20D unzufrieden bin. Da ist z.B. das starke Rauschverhalten schon bei geringer Erhöhung der Empfindlichkeit. Auch die Aufzeichnung von Video ist ja schon seit einiger Zeit ein Thema bei Kameras. Ich weiß nicht, ob das für mich auch von Belang ist, aber ich habe es jedenfalls nicht. Der dritte Kritikpunkt betrifft die Objektivauswahl. Vor Kurzem habe ich mir ja mein erstes Objektiv abseits der Kit-Linsen gekauft. Schaut man aber so mal auf den Markt, was denn so andere Hersteller für Pentax anbieten, dann sieht es eher mau aus. Sigma z.B. hat vor der Photokina neue Objektive auf den Markt gebracht. Natürlich aber nicht für den Pentax-Mount. Da frage ich mich natürlich schon, ob Sigma in Zukunft überhaupt noch weiter Objektive für Pentaxe herstellen wird.  Das gleiche Bild zeigt sich bei Tamron. Wie Sigma haben auch sie ein paar Objektive im Portfolio, aber bei Weitem nicht die Bandbreite wie für Canon, Nikon oder auch Sony. Bei Neuentwicklung bleibt Pentax ebenfalls außen vor. Und andere Hersteller haben Pentax gar nicht auf der Rechnung. Was bleibt sind also die Originale von Pentax und ein paar etwas ältere Objektive von Sigma und Tamron. Nur, was braucht man schon?

Zurück zum Kamera-Body. Mit einer K3 von Pentax könnte ich nur den Body updaten und Objektive und mein Zubehör weiter nutzen. Damit wären die Unzulänglichkeiten der Kamera behoben. Was bleibt ist das Objektiv-Problem. Je nachdem, wie sehr ich dort wirklich investieren möchte, ist das Problem größer oder kleiner. Vollformat wäre sicherlich auch reizvoll. Damit bin ich aber automatisch weg von Pentax. Gehe ich zu Nikon oder Canon, dann bin ich mit Objektiven ganz schnell bei über 3000 EUR. Jede Menge Geld für mich. Bei Canon hätte ich vielleicht noch den Vorteil, dass es bei meiner besseren Hälfte bereits eine Canon gibt und man die Objektive dann gemeinsam nutzen kann. Aber ist das wirklich relevant?

Die Spiegellosen kann ich momentan gar nicht einschätzen. Ich finde die Sony Alpha 7 sehr interessant. Das ist schließlich auch Vollformat und preislich durchaus attraktiv. Mein größtes Bedenken bei diesen Kameras ist nur, dass sie mir von der Haptik her nicht zusagen. Ich mag meine Pentax. Die liegt gut in meiner Hand und auch nach langer Zeit kann ich die Kamera immer noch gut halten. Wie sieht es aber bei kleineren Kameras aus?

Ihr seht also, dass einige Fragezeichen über meinem Kopf schweben. So ist mein Ziel für die Photokina, dass ich mit einer konkreten Idee zu meiner zukünftigen Kamera zurückkomme. Dafür werde ich ein paar Kamerahersteller besuchen und sicher das ein oder andere Modell in die Hand nehmen. Darüber hinaus habe ich mir auch ein paar Vorträge rausgesucht. Schon jetzt ahne ich, dass der Tag viel zu kurz wird, aber ich freue mich darauf.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Zeit für Bilder: Winderhitzer

Diesmal nicht am Monatsende, sondern gleich zu Beginn des Monats gibt es das Bild in “Zeit für Bilder”. Seit wenigen Tagen bin ich aus dem Urlaub zurück. Deshalb gab es noch keine Zeit ein neues Architekturfoto zu machen oder gar ein paar von meinen Urlaubsaufnahmen zu zeigen. Um aber ein älteres Bild zu bearbeiten und hier darüber zu berichten, dafür reicht die Zeit.

Und so zeige ich heute ein Bild aus dem Landschaftspark Duisburg, das im Januar 2012 entstand. Es zeigt einen Ausschnitt von dem Winderhitzer des Hochofen 5. So ein Winderhitzer dient zur Bereitstellung von Heißwind für den Hochofenprozess. Genaueres dazu entnehmt ihr aber lieber Wikipedia, die übrigens auch den gesamten Winderhitzer zeigen.

Wie üblich, möchte ich auch ein paar Worte zur Bearbeitung des Fotos verlieren. Zu Beginn stand wie so oft erst einmal eine perspektivische Korrektur und die Schwarz-Weiß-Konvertierung. Bei dieser Umwandlung wurden aber diesmal noch viele kleine selektive Korrekturen durchgeführt. Die horizontalen Träger unter der Lauffläche mit Geländer habe ich z.B. deutlich aufgehellt, da sie bei der leichten unterbelichteten Schwarz-Weiß-Umsetzung quasi im Schwarz abgesoffen sind.

Die meiste Arbeit floss diesmal aber in die Bearbeitung des Himmels. Auf dem Ausgangsbild war der Himmel eigentlich nur eine sehr helle graue Masse ohne Zeichnung. In der Raw-Konvertierung konnte ich bereits etwas Zeichnung zurück gewinnen, das mir aber hinten und vorne noch nicht reichte. Deshalb hat der Himmel eine deutliche Kontrastanhebung bekommen, damit die sanften Hell-Dunkel-Kontraste verstärkt werden. Außerdem habe ich den gesamten Himmel einmal im Gesamten und noch einmal ganz leicht mit einer horizontalen Verlaufsmaske abgedunkelt. Dadurch wirkt der Himmel dramatischer und der Winderhitzer hebt sich deutlich vom Himmel ab.

Abschließend habe ich noch mit ein paar Retuschearbeiten Flecken entfernt und für den finalen Look eine leichte Vignette über das Bild gelegt.

In diesem Sinne, danke fürs lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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