Regeln brechen

Beschäftigt man sich etwas intensiver mit der Fotografie, trifft man früher oder später auf gewisse fotografische Regeln bzw. Prinzipien. Diese Regeln sollen helfen, bessere Bilder zu machen. Zu diesen Prinzipien gehören Regeln zur Komposition, also der Bildgestaltung, und technische Regeln.

Zu den kompositorischen Prinzipien gehören z.B. die Zwei-Drittel-Regel, Muster, Goldener Schnitt, Rahmen, etc. Mit Hilfe von korrekter Schärfe und ausgewogener Belichtung z.B. werden technische Attribute eines Fotos adressiert, die korrekt angewendet, sehr zur Bildaussage beitragen. Ziel ist also, dem Fotografen Regeln an die Hand zu geben, um schöne Bilder zu machen. Was auch immer an dieser Stelle „schön“ bedeutet. Ich werde mir nicht anmaßen, etwas als „schön“ zu definieren. Ich weiß was mir gefällt. Es soll hier aber gar nicht um Schönheit oder Gefallen gehen. Sondern um diese fotografischen Regeln.

Bridge

Mitnichten würde ich von mir behaupten, alle fotografischen Regeln zu kennen und gar zu befolgen. Ganz im Gegenteil, viel zu oft, missachte ich unabsichtlich diese Regeln.
Nicht ausschließlich aber doch recht oft kommen dabei leider nur Fotos für den Papierkorb heraus.

Was aber ist, wenn man sich einige dieser Regeln beim Fotografieren bewusst macht und dann absichtlich bricht. Man versucht also, einen bestimmten Effekt zu erreichen, probiert es aus und weiß dann auch ungefähr, für welche Motive der Regelbruch unter Umständen geeignet wäre.

Trees

Genau das habe ich gemacht und bewusst die Regeln zu Schärfe bzw. Verwacklung gebrochen. Dazu habe ich mit Bewegung der Kamera und dem Zoom während der Belichtung des Bildes experimentiert. Inspiriert durch Waldbilder mit ähnlichen Effekten habe ich im heimischen Branitzer Park in Cottbus mich daran probiert.

Closer

Dabei kommt auch wieder ein gewisser kindlicher Spieltrieb in einem durch und man probiert, prüft, korrigiert und macht dann das ganze wieder von vorn. Das hat einfach Spaß gemacht und einige Bilder sind doch fernab der fotografischen Regeln gar nicht so schlecht geworden.

swirl

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Über 7 Brücken musst du gehn…

… so lautet ein sehr bekanntes Lied der DDR-Band „Karat“. Und wie ich die Bilder des Fotowalks aus dem Branitzer Park so sichtete und bearbeitete, schwirrte mir dieser Song doch irgendwie die ganze Zeit im Kopf herum. Auch wenn es in diesem Beitrag keine 7 Brücken sind, so halte ich den Titel dennoch für geeignet.

Wem die Bildbearbeitung interessiert, liest im letzten Beitrag noch einmal nach. Auch die Bilder aus diesem Blogpost sind in der selben Art und Weise bearbeitet.

Damit möchte ich auch gar nicht mehr Worte verlieren. Ich hoffe die Bilder sprechen für sich. Mir gefielen einige der Fotos schon bei der Aufnahme richtig gut. Aber die Nachbearbeitung wirkt meiner Meinung nach bei Bild 1 und Bild 3 richtig gut und werten diese Bilder noch einmal deutlich auf.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Absichten ändern

Als ich zu Ostern bei meinen Eltern in der Heimat war, nutze ich die freie Zeit u.a. um für den anstehenden Halbmarathon zu trainieren. Meine Laufstrecke führt dabei durch einen nahe gelegenen Park. Während ich so durch den Park lief, fielen mir die zahlreichen Brücken auf und ich beschloss, einen Fotowalk zu machen, bei dem diese Brücken im Mittelpunkt stehen sollten.

Der Weg

Drei Wochen später war dann das Laufevent im Spreewald und ich war wieder bei meinen Eltern. Ich nutze diesmal die Zeit, um mit der Kamera die Brücken im Park zu fotografieren. Das war jedenfalls meine Absicht. Aber der Fotowalk bot mir noch viele andere Gelegenheiten. Ich nutze die Zeit und nahm neben den Brücken auch andere Motive ins Visier. Außerdem probierte ich etwas Neues aus und spielte bei der ein oder anderen Aufnahme mit verschiedenen Parametern. Sowohl zu den Brücken, als auch zu den Experimenten, werde ich aber eigene Beiträge verfassen.

Gespiegelt

In diesem Beitrag seht ihr aber schon einmal zwei Bilder aus der Fotosession. Ich habe alle Bilder dieses Tages in gleicher Art und Weise bearbeitet. Die augenscheinlichste Änderung ist sicherlich die kühle Färbung. Mit Hilfe der Simulation eines analogen Filmes überwiegen die Blau- und Grüntöne in den Bildern. Eine weitere große Änderung ist ein Schein, der über den Bildern liegt. Zusammen mit der Färbung ergibt sich so, in meinen Augen sehr passend, ein etwas mystischer und märchenhafter Look.

Wie eben angesprochen zeigen die nächsten Beiträge dann also ein paar Brücken und meine Experimente. Lasst euch überraschen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Die Kamera der Fremdkörper

Meine Kamera hat seit einigen Monaten einen festen Platz. Im Regal. Als Staubfänger. Schade eigentlich. Das gute Stück hat immerhin mal jede Menge Geld gekostet. Gut, das alles tun Kunstwerke großer Künstler auch. Nur hat die Kamera nicht diesen Zweck, jedenfalls meine Kamera nicht.

Schon lange zuckt es mir deshalb in den Fingern und der Drang Fotos zu machen wird immer stärker. Aber immer sind andere Sachen wichtiger und Zeit hat man ja eh nicht. Ausreden, nichts als Ausreden. Natürlich sind andere Sachen wichtiger. Die Fotografie hatte bei mir nicht die notwendige Priorität, um an dem Umstand etwas zu ändern. Also muss ich an meiner Prioritätenliste arbeiten.

Viadukt Stuttgart-Münster

Am letzten Wochenende passte dann aber meine Priorität für die Fotografie zu meiner freien Zeit. So schnappte ich mir die Kamera, Filter und Stativ und versuchte aus dem Viadukt in Stuttgart-Münster ein Kunstwerk zu zaubern. Ehrlich gesagt, ist mir das, meiner Meinung nach, überhaupt nicht gelungen. Ich war viel zu viel mit der Kamera und den Einstellungen beschäftigt, als mit der Komposition des Bildes. Ich möchte euch das Bild dennoch nicht vorenthalten. Die bearbeitete Version einer Langzeitbelichtung des Viadukts seht ihr in dem oberen Bild.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Ein bisschen Mimik

Kennt ihr eigentlich Fridolin noch? Meinen 3D-Cartoon-Alien-Charakter?  Nein? Ja, das kann ich gut glauben. Schließlich war Fridolin vor einem halben Jahr das letzte Mal hier präsent.

Aber ich habe in den letzten Tagen mich wieder mit Blender und dem Modell beschäftigt. Die Arbeit bestand in erster Linie in der Optimierung der Mimik. So wurden die Augen bei Öffnen und Schließen der Lider verbessert, die Tentakeln lassen sich ein- und ausfahren und Fridolin bekam ein Lächeln spendiert. Alle drei Effekte sind in dem folgendem Bild sichtbar.
An dem Modell kann sicherlich noch einiges verbessert werden. Ich könnte noch mehr Möglichkeiten schaffen, dass Fridolin eine breite Palette an Gefühlen über die Mimik ausdrücken kann. Ich denke aber dennoch, dass ich es erst einmal dabei belasse und dann zur Animation des Charakters übergehe. Die ersten Ergebnisse dazu, werden dann auch hoffentlich nicht wieder ein halbes Jahr auf sich warten lassen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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Der Mond ist aufgegangen

Aus dem Winterurlaub im Stubaital im Januar habe ich noch ein Foto gefunden, mit dem ich ein paar schöne Erinnerungen an den Nachmittag verbinde. Nach 4 Tagen Wintersport war an diesem Tag etwas schneller die Luft raus. Meine sportlichen Mitstreiter und ich trafen uns deshalb am frühen Nachmittag zum Aprés-Ski und ließen so den fünften Pistentag gemütlich ausklingen. Während wir da so saßen und das Wetter weiter aufklarte, ergab sich folgendes Bild.

Ok, das ist leicht geflunkert. Ganz so ergab sich das Bild nicht. Ich habe in der Nachbearbeitung noch ein wenig manipuliert. Der Mond stand aus unserer Position nicht so schön zentral zwischen den beiden Bäumen, sondern befindet sich auf dem Original-Bild etwas weiter rechts. Die zweite größere Anpassung betrifft den Himmel. Der ist im ursprünglichen Foto mehr oder weniger konstant so hell, wie am Horizont. Ich habe ein Hell-Dunkel-Verlauf auf das Bild gelegt, um den Himmel an der Bildoberseite deutlich abzudunkeln und damit den Mond deutlichen hervorzuheben. Abschließend ist das Bild am unteren Rand deutlich beschnitten. Die Berge sind so nur angedeutet und machen das Bild in meinen Augen spannender.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

 

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Panorama vom Gletscher

Die letzten Wochen waren etwas turbulent. Ich war zweimal im Winterurlaub und habe mich im Snowboarden ausprobiert. Die Wochenenden waren sehr kurz oder ich war gar nicht zu Hause. Seit einer Woche ist es wieder etwas ruhiger und es tritt so etwas wie Normalität in den Tagesablauf. So komme ich nun auch nach und nach zu der Sichtung des Fotomaterials von diesen Urlaubstagen und habe auch schon etwas Vorzeigbares gefunden.

An einem zwar kalten aber doch herrlichen Sonnentag habe ich auf dem Stubaier Gletscher mehrere Fotos von dem herrlichen Ausblick gemacht. Diese Bilder habe ich in Photoshop zu einem Panorama zusammengefügt. Das Ergebnis seht ihr oben.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

 

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