Beeindruckend: Andreas Gursky

Heute gibt es einen frischen Artikel in der Kategorie Beeindruckend. Ich hatte ja alle bisherigen Artikel in dieser Kategorie gesperrt. Die Gründe könnt ihr hier nachlesen. Nun gibt es einen neuen Artikel, in dem ich aus den gegebenen Gründen zwar keine Bilder zeige, aber zu mindestens auf die Google-Bildersuche verlinke, wo ihr euch die angesprochenen Bilder dann anschauen könnt. Nun aber zum eigentlichen Text.

Andreas Gursky dürfte ja jedem, der sich etwas intensiver mit der Fotografie beschäftigt, ein Begriff sein. Für mich so richtig bekannt wurde er 2011, als sein Bild “Rhein II” als teuerstes Foto der Welt verkauft wurde. Mittlerweile habe ich einige seiner Fotos gesehen. Es sind durchaus wirklich tolle Fotos dabei, auch wenn sie zum großen Teil nicht meinen Geschmack treffen.

Gestern hatte der bayerische Rundfunk eine Reportage über Gursky ausgestrahlt. Es ging um die Entstehung des Bildes “Hamm, Bergwerk Ost“. Das Bild zeigt Waschkauen im Bergwerk und ist z.B. eines der Bilder von Gursky, die mir dann auch schon eher zusagen. Wirklich interessant fand ich, wie lange es dann doch von der Idee bis zur finalen Umsetzung gedauert hat. Ich glaube, es waren 10 Monate. Außerdem war ich echt beeindruckt von der Präzision, mit der von Anfang an und bei jedem einzelnen Schritt an dem Bild gearbeitet wurde. Sowohl bei der ersten Besichtigung des Motivs, bei der schon eine sehr genaue Vorstellung vom endgültigen Bild entwickelt wurde, als auch bei der abschließenden Bearbeitung und Druckausgabe wurde es sehr genau genommen. Sehr lustig war ein Telefonat Gurskys, wo er jemanden (ich vermute seinen Assistenten) fragte, ob die Bodenverleger noch da seien, da er noch Fotos von Statisten für sein Bild braucht. Diese Bilder wurden dann auch kurzerhand noch gemacht und vom Bildbearbeiter in das Bild eingefügt. Und mal ganz ehrlich, wirklich cool waren die riesigen Ausdrucke der Bilder. Damit wird natürlich eine ganz besondere Wirkung erzielt.

Gut gefallen haben mir auch die Bildbesprechungen zwischen drin, die doch teilweise durch Gursky selbst, als auch durch andere Personen einen schönen Einblick in seine Arbeit geben konnte. So wurde z.B. bei dem Bild Rhein II laut Gursky dann doch weit weniger retuschiert, als das es das Bild vielleicht anmuten lässt.

Alles in allem war für mich der Einblick in die Arbeit auf diesem Level wirklich beeindruckend und interessant. Aktuell ist die Sendung noch in der Mediathek vom Bayerischen Rundfunk zu finden. Aus meiner Sicht absolut sehenswert.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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