Bilder mit Tonwertspreizung bearbeiten

Einer der am meisten gelesenen Artikel auf diesem Blog ist der Beitrag Landschaftsfotos bearbeiten von Mai 2012. Dieser entstand aufgrund eines Videotrainings von Calvin Hollywood. In der Zwischenzeit habe ich mir noch andere Techniken angelernt. In diesem Beitrag soll es um die Tonwertspreizung gehen, die u.a. mittlerweile bei meinen Landschaftsbildern zum Einsatz kommt. Dabei werden die Lichter, Mitteltöne und Tiefen des Bildes, also die hellen, mittleren und dunklen Helligkeitsbereiche, so aufgeteilt, dass sie unabhängig von einander bearbeitet werden können.

Als Beispielbild habe ich, wie auch bei dem ersten Artikel, das Herbstbild von 2009 gewählt. Das obere Bild zeigt die Version vom letzten Jahr. Das untere Bild ist die Version, die mit Hilfe der Tonwertspreizung bearbeitet wurde. Die mittleren Bereiche wurde etwas kontrastreicher gestaltet. Vor allem aber habe ich die dunklen Bereiche aufgehellt. Im Vordergrund ist das auch deutlich zu erkennen.

Wie wird das nun umgesetzt? Nun bei der Arbeit mit Programmen wie Photoshop, wird versucht die einzelnen Helligkeitsbereiche auf eigene Ebenen zu legen und die jeweils anderen zwei Bereiche entsprechend auszublenden. So entsteht das Gesamtbild dann aus den 3 Bereichen. Diese können nun aber bequem einzeln bearbeitet werden. Die Umsetzung der Tonwertspreizung kann übrigens auch in der c’t Digitale Fotografie 3/2012 nachgelesen werden.

Die einzelne Ebenen werden mithilfe von Verrechnungsmodi und Masken erstellt. Um die Ebene für die Lichter zu erstellen, werden von dem Bild drei Ebenenkopien angefertigt. Die oberste Ebene wird in den Modus „Farbig Nachbelichten“ gesetzt. Dann werden die beiden oberen Ebenen zu einer Ebene reduziert und die gesamte Ebene mit einer Auswahl in die Zwischenablage gelegt. Die obere Ebene wird ausgeblendet. Die erste Ebenenkopie kann in „Lichter“ umbenannt werden. Nun bekommt die Ebene eine Maske. Mit „Alt“+Klick auf die Maske wird die Maske direkt bearbeitet. Es erscheint ein weißes Bild (die Maske) und der Inhalt der Zwischenablage kann nun eingefügt werden. Damit sind die Mitteltöne und Tiefen maskiert. Anschließend können die Lichter mithilfe von Einstellungsebenen bearbeitet werden. Damit die Einstellungsebene nur auf den entsprechenden Helligkeitsbereich wirkt, sollte sie als Schnittmaske angelegt werden.

Für die mittleren Helligkeitstöne wird genauso vorgegangen, außer dass für den Verrechnungsmodus „Ausschluss“ gewählt wird. Auch für die Tiefen ist das Vorgehen gleich. Hier wird nur als Ebenenmodus „Umkehren“ gesetzt. Damit sind alle Helligkeitsbereiche auf eigene Ebenen verteilt und können unabhängig voneinander bearbeitet werden. Für den einfachen Gebrauch habe ich mir dafür eine Aktion erstellt, die mir außerdem jede Ebene in eine eigene Ebenengruppe legt und für jede Ebene eine Einstellungsebene „Gradationskurven“ als Schnittmaske erstellt. Damit ist das Bild für die Nachbearbeitung bereits vorbereitet.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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