Ägypten

Nun also endlich der erste Beitrag zu meinem 6 Tagen Urlaub in Hurghada, Ägypten. Das ist nun mittlerweile auch schon über 2 Wochen her und das Arbeitsleben hat mich wieder fest in seiner Hand. Da das mein erster Urlaub seit geraumer Zeit, außerhalb vom deutschsprachigen Raum und mit Flug war, gab es natürlich viele neue und ungewohnte Eindrücke, die ich mal so hier zum Besten geben möchte.

Erst einmal sind 2 Beiträge geplant. Zum Einen soll der Ausflug nach Luxor einen separaten Post bekommen, weil es einfach unheimlich viele Eindrücke von diesem Tag gab. Der andere Beitrag (dieser hier), soll dann ein Zusammenfassung der restlichen Tage und Eindrücke sein.

 

Reise

Ich bin von Stuttgart nach Hurghada für 6 Tage geflogen. Da ich bereits schon mehrmals innerhalb von Deutschland geflogen bin, war das Fliegen an sich nichts besonderes. Soweit ich das einschätzen kann, führte die Flugroute über die Alpen, Österreich, entlang der Adria, Griechenland, über das Mittelmeer nach Ägypten. Dort wurde noch etwas Wüste und der Nil überflogen, bevor dann in Hurghada am Roten Meer gelandet wurde. Da das Wetter den gesamten Flug über sehr gut war, war auch vom Flieger aus richtig was zu sehen, wie z.B. eben die Berge, die teilweise sogar schneebedeckt waren, Flüsse, die sich durch Täler schlängeln oder die zahlreichen griechischen Inseln im Mittelmeer.

 

Wetter

Als der Flieger gelandet ist und man aussteigen konnte, kam einem erst einmal ein Schwall warmer Luft entgegen, als ob man mit einem Fön angeblasen wird. Sowieso war es in Hurghada die ganze Zeit dort recht windig, was sich aber noch als relativ angenehm rausstellen sollte. Das es dort warm werden würde, war ja vorher klar. Aber so als Mitteleuropäer, der dieses Jahr eh von der Sonne und Temperaturen so wahnsinnig verwöhnt wurde, waren die Temperaturen in den ersten Tagen schon etwas schwierig zu ertragen. Gegen Ende der 6 Tage hatte man sich aber daran gewöhnt und ist wesentlich besser damit klar gekommen. Ausgenommen davon war allerdings die Tour nach Luxor. Da waren es 43 Grad und windstill. Daran werde ich mich wohl nicht gewöhnen können.

Generell ging die Sonnen so gegen 5 Uhr auf und gegen 18Uhr unter. Kurz danach war es dann auch wirklich dunkel. Die Nächte waren sehr mild und angenehm.

 

Hotel und Strand

Das Hotel, in dem ich gastiert habe, lag etwas südlich außerhalb von Hurghada. Es waren ein Hotelkomplex bestehend aus mehreren kleineren Gebäuden mit den Zimmern, sowie ein großes Gebäude mit Restaurant und Lobby. Die Gebäude umrahmen 2 Pools. Diese Hotelanlage gehört zu insgesamt 4 Anlagen einer Kette, wovon 3 in zweiter Reihe zum Strand stehen, u.a. meine Herberge. Der Weg zum Strand führte über eine mäßig befahrene 4 spurige Straße, die in der Mitte einen breiten Grünstreifen hatte. Direkt vor den Hotels waren große Bremshügel für die Autos, so dass ein Überqueren der Straße kein Problem war. Zum Strand kam man also zu Fuß durch Passieren der Straße und anschließendem ca. 500m weitem Spaziergang durch die einzige Hotelanlage direkt am Meer. Alternativ konnte man auch ein Shuttlebus nutzen, der alle halbe Stunde vom Hotel aus den Strand ansteuerte. Dieser Bus, soweit man das Ding so nennen konnte, brauchte ungefähr genauso lange für die Fahrt zum Strand, wie der Fußmarsch.

Wenn man so ein Klima, das Meer und überhaupt die örtlichen Begebenheiten nicht kennt, könnte man sich vielleicht fragen, warum es in den Hotelanlagen überhaupt Pools gibt. Das Meer ist doch nicht weit und sowieso viel schicker und cooler. Aber man lernt schnell die Vorzüge eines Pools zu schätzen. Das Meer hatte am Strand eine Wassertemperatur von 28 Grad und mehr. Von Abkühlung kann da keine Rede sein. Der Pool hingegen ist kühler, so dass das schon eine, wenn auch kurzzeitige, Erfrischung ist. Am Meer weht ständig Wind, der dann auch ab und zu mal eine Ladung Sand mitbringt. So eine leichte Sandbestrahlung ist nicht jedermanns Sache. Dadurch dass der Pool von den Gebäuden umrahmt war, gab es am Pool direkt kaum Wind und sowieso schon kein Sand. Dazu kommt noch, dass die Wege am Pool deutlich kürzer sind, besonders, wenn das Hotel auch noch in zweiter Reihe zum Strand liegt.

Der hoteleigene Strand selber war wenig beeindruckend. Kein kilometerlanger weißer Sandstrand. Eher war es so, dass es eine relativ kleine Stelle gab (ca. 20m breit), an der man problemlos ins Meer konnte. Ansonsten gab es ringsherum ein Menge Steine und Geröll, welches auch scheinbar von Menschenhand da abgeladen wurde. Etwas weiter hörte das dann auch wieder auf und es war dann wieder normaler Sandstrand. Allerdings war das für mein Dafürhalten schon wieder zu weit weg (ca. 200m). Außerdem war alles, was quasi nicht direkt zum Hotel gehörte sehr vom Müll verschmutzt. Sowieso kam es mir so vor, als ob die Ägypter wenig von Sauberkeit halten.

 

Strandtiere

Nun erstmal gibt es am Strand keine Tiere weiter. Aber wenn man die Augen etwas auf macht und genauer hinschaut, findet man doch viele kleine Lebewesen. An den Steinen fand man jede Menge Krebse und Krabbeltiere, das war schier unerschöpflich. Am interessantesten, weil unbekannt, fande ich allerdings Schlangensterne (siehe links). Diese Tiere ähneln den Seesternen. Sie haben 5 Beine und einen relativ kleinen Körper. Die Beine werfen sie bei Gefahr ab. Das kann ich so bestätigen. Nicht jedes dieser Tiere empfand das Herrichten für das Fotoshooting als unbedrohlich. Angeblich wachsen die Beine aber relativ schnell wieder nach. Das kann ich nicht bestätigen, vertraue aber auf die Literatur und hoffe meinem Modelopfer mit den 4 Beinen geht es inzwischen wieder besser ;-).

 

Verkehr

Der Verkehr … oh mein Gott. Das ist eigentlich fast unbeschreiblich. So richtig erlebt habe ich es auf der Tour nach Luxor. Da wird einem schon mulmig, wenn man nur Passagier ist. Auf der Fahrt durch die Wüste gab es nur eine einspurige Straße mit einem Standstreifen der so ca. eine halbe Spur breit war. Naja und wenn dann halt bei Gegenverkehr auf ein langsameres Fahrzeug aufgelaufen wurde, war das kein Hinderungsgrund zum Überholen. Es wurde kurz gehupt, dann ist das vordere Fahrzeug halb auf den Standstreifen gefahren, das Entgenkommende hat es genauso gemacht und schon wurde durch die Mitte überholt. Je nach zu überholendem Fahrzeug bzw. entgegenkommenden Fahrzeug war da mal mehr mal weniger Platz. Auf jeden Fall war es sehr befremdlich. Aber es ist ja alles gut gegangen.

 

Landschaft

Zur Landschaft gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Hurghada selber liegt direkt am roten Meer. Ansonsten ist da nur Wüste bzw. Berge. Diese sind nicht besonders hoch, aber sehr steinig und beginnen aus dem Nichts. Es deutet sich nicht an, dass es da ein Gebirge gibt, indem es langsam hügelig wird, wie z.B. bei den Alpen mit dem Alpenvorland. Es liegen da einfach ein paar überdimensionale Steinbrocken in der Wüste rum.

 

Abschluss

Ich habe versucht ein paar der Eindrücke von meinem Urlaub in Ägypten diesen Jahres zu schildern. Es gab noch viele mehr. Allerdings glaube ich, dass der Text so schon lang genug ist. Ein paar Sachen werde ich beim zweiten Beitrag zu Luxor dann erwähnen. Alles in Allem war es ein schöner Urlaub mit reichlich neuen Erfahrungen. Einige von den wirklich gelungenen Bildern werde ich dann auch noch mal separat hier zeigen und besprechen.

In diesem Sinne, auf bald.

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