Lernen

Ständiges Lernen gehört für mich zu den täglichen Aufgaben. Vor allem mein Beruf hat mich dafür geprägt. So gehört das Konsumieren von aktuellen Nachrichten aus dem IT-Sektor zu meinem Tagesablauf wie das Frühstück.

In diesem Blogbeitrag möchte ich einige meiner ständigen Lernquellen verraten. IT-Nachrichten sind dabei nur ein Beispiel für das Lernen.

buecher

Themen

Ich informiere und bilde mich zu den unterschiedlichsten Themen weiter. Natürlich gehört die Weiterbildung im beruflichen Sektor zu einer Pflichtaufgabe eines Software-Entwicklers. Man darf da einfach nicht den Anschluss verpassen. Es gibt sicher auch andere Berufsfelder, bei der ständige Fortbildung wichtig für den beruflichen Erfolg ist. Ich kenne allerdings wenige Berufsfelder, die so extrem schnelllebig wie der IT-Bereich sind. Die Technik von heute ist morgen schon Schnee von gestern. Deshalb ist es für mich im beruflichen Alltag auch elementar, dass ich mich ständig fortbilde.

Das zweite große Themenfeld für Weiterbildung ist der kreative Bereich, also genau das Themenfeld dieses Blogs. Der technische Bereich der Fotografie interessiert mich zwar auch, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Natürlich ist die Beherrschung des Equipment und das Verstehen Belichtung sehr wichtig, steht aber dennoch nicht im Mittelpunkt meiner fotografischen Fortbildung. Interessanter finde ich Komposition und Bildgestaltung. Zusätzlich fällt in dieses Themengebiet auch jegliche Weiterbildung in Sachen Photoshop, Lightroom, Blender usw., d.h. alle Tools die irgendwie in diesem Bereich eingesetzt werden.

Der dritte große Bereich, den ich vor allem in den letzten Wochen und Monaten für mich entdeckt habe, ist der Bereich der Verhaltenskompetenz. Es geht in erster Linie um Themen wie Kommunikation in jeder möglichen Form.

Diese drei Themenfelder dominieren mein Lernen. Es gibt darüber hinaus aber auch noch Themen wie Sport und Ernährung, in denen ich mich hin und wieder weiterbilde.

Effektiv Lernen

Je nach Art und Weise des Lernens, ist die Erinnerung an das Gelernte stärker oder schwächer. Folgende Erinnerungsquoten werden je nach verwendete Sinne angegeben:

  • 20%: Nur Hören
  • 30%: Nur Sehen
  • 50%: Sehen und Hören
  • 70%: Sehen, Hören und Diskutieren
  • 90%: Sehen, Hören, Diskutieren und selber tun

Mit diesem Hintergrundwissen kann man nun natürlich auch seine Lernquellen auswählen. Nachfolgend möchte ich euch einige meiner Quellen für Weiterbildung vorstellen.

Video-Tutorials

Nach der Auflistung im letzten Kapitel ist klar, dass Video-Tutorials zu den besten Möglichkeiten der Weiterbildung gehören. Aus meiner Sicht ist es wirklich fantastisch, mit Video-Tutorials zu lernen. Hören, Sehen und selbst zur gleichen Zeit das Vermittelte selbst tun, sorgt für einen großen Lernerfolg. Natürlich hängt der Lerneffekt viel von der Qualität des Trainers ab. Bisher hatte ich aber bis auf wenige Ausnahmen immer sehr gute Trainer bei den Video-Trainings, so dass ich diese Art des Lernen wirklich nur wärmstens empfehlen kann.

Mein Hauptbezugsquelle für Video-Trainings ist Video2Brain. Hier gibt es wirklich eine wahnsinnige Bandbreite an unterschiedlichen Themen. Die Trainings gibt es als Download oder als DVD. Auch in der gut sortierten Buchhandlung findet man ausgesuchte Trainings. Zahlreiche Trainings habe ich bisher einzeln erworben. Allerdings bietet Video2Brain auch ein Abo-Modell an. Für 200 EUR im Jahr kann man sämtliche Trainings online ansehen. Für 300 EUR kann man die Videos und das Begleitmaterial zusätzlich noch herunterladen. Schaut man sich die Preise eines einzelnen Trainings so an, hat sich bereits nach 4-6 Trainings im Jahr der Preis des Abos amortisiert. Konsumiert man also sowieso mehrerer solcher Trainings, ist das Abo-Modell sinnvoll. Ich werde sicherlich noch ein paar Nächte drüber schlafen, tendiere aber momentan schon dazu, ein solches Abo abzuschließen.

Eine weitere sehr gute und empfehlenswerte Quelle für Video-Trainings ist der Rheinwerk-Verlag, ehemals Galileo Computing. Auch hier wird eine große Bandbreite an unterschiedlichen Trainings mit großartigen Trainern angeboten

Es gibt natürlich noch unzählige andere Quellen für Video-Trainings. Erwähnenswert ist vielleicht noch FotoTV. Hier gibt es eine ungeheure Menge an Tutorials zu den Themen Fotografie und Bildbearbeitung. Allerdings scheint es hier ausschließlich das Abo-Modell zu geben.

Noch ein Tipp zum Abschluss für die Video-Trainings: Bei Youtube gibt es viele kostenlose und dennoch sehr gute Video-Trainings. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Blogs

Natürlich gehören Blogs für mich definitiv zu sehr wichtigen Lernquellen. Bereits seit mehreren Jahren habe ich die RSS-Feeds von unterschiedlichen Blogs und News-Seiten abonniert. Über 200 Abos verwaltet mein Feed-Reader, deutlich über 100 dabei allein im Bereich der Fotografie.

Einigen Blogs folge ich bereits seit mehreren Jahren. Bei anderen Blogs gibt es hingegen eine gewissen Fluktuation. Ich möchte hier aber auch zwei Blogs nennen, dessen Inhalte mich immer wieder faszinieren.

Der Stilpirat hat einen wunderbaren Schreibstil. Die Fotos gefallen mir richtig gut und hin und wieder bekommt man sehr gute Einblicke in seine Gefühlswelt, so dass der Blog in meinen Augen super Unterhaltung ist. Der zweite Blog ist earthshots.org. Hier gibt es täglich ein neues Foto von irgendwo auf der Welt. In meinen Augen ist jedes Einzelne dieser Fotos große Klasse.

Podcasts

Podcasts gibt es sowohl akustisch, also auch als Video. Fast ausschließlich verwende ich nur die akustische Möglichkeit von Podcasts. Beim Marathontraining ist man öfter mal stundenlang unterwegs. Diese Zeit verbringe ich dann nicht nur mit laufen, sondern bilde mich mit Hilfe von Podcasts weiter. So wird die Zeit ideal genutzt.

Ich habe mehrere Podcasts abonniert, hauptsächlich zur Fotografie. Aber auch die Themen Sport, Ernährung und Software-Entwicklung gehören zu meinen Podcasts-Abos. Der mit Abstand am häufigsten konsumierte Podcast ist Happyshooting. Zwei richtig sympathische Typen sprechen in sehr unterhaltsamer Form über die Welt der Fotografie. Schon öfter hat mich dieser Podcast zum Lachen gebracht. Absolut empfehlenswert.

Bücher

Bisher habe ich nur „neue“ Medien vorgestellt. Aber natürlich gehört das gute alte Buch noch immer zu einer sehr guten Möglichkeit der Weiterbildung. Ich finde das Buch nach wie vor die beste Möglichkeit, um lange Texte zu lesen.

Auch hier ist die Bandbreite an Themen bei mir breit gefächert. Quasi zu allen genannten Themenbereiche nutze ich Bücher und lese gern und oft. Im Urlaub am Strand darf es dann abseits der Fachliteratur aber auch gerne mal ein Thriller sein.

Eine Empfehlung möchte ich hier gar nicht geben. Es gibt soviel gute Literatur, dass ich mit meinen Buchempfehlungen einen ganzen Blogbeitrag allein füllen könnte.

Hörbücher

Hörbücher sind vorgelesene Bücher, die eben rein auditiv konsumiert werden. Genau wie Podcasts nutze ich Hörbücher beim Sport um mich weiter zu bilden. Das bedeutet auch, dass hauptsächlich Fachbücher in meinem Hörbücher-Pool sind, insbesondere Hörbücher zur Verhaltenskompetenz.

An erster Stelle möchte ich hier ein Hörbuch empfehlen, was etwas aus der Rolle fällt. Es ist kein Buch zur persönlichen Weiterbildung, sondern die reine Unterhaltung. Aber es ist meiner Meinung nach großartige Unterhaltung. Der erstklassige Sprecher Christoph Maria Herbst als Hitler im Jahr 2011 in dem Buch „Er ist wieder da“ macht das Hörbuch zu einem absolut genialen Werk. Die zweite Hörbuchempfehlung ist dann aber ein Fachbuch. In „Schnelles Denken, langsames Denken“ werden mentale Muster aufgezeigt, die typischerweise in unseren Köpfen ablaufen. Ein gutes Buch, dass einem vielleicht doch vor der ein oder anderen Denkfalle bewahrt.

Magazine

Meine letzte Lernquelle, die ich hier erwähnen möchte, sind Magazine. Viele gute Magazine versorgen die Leser regelmäßig mit meist hochwertigen Informationen. Ich habe selbst auch mehrere Magazine abonniert. Hauptsächlich lese ich Magazine mit beruflichen Kontext. Aber ich lese auch regelmäßig Magazine in Sachen Fotografie und Bildbearbeitung.

Stellvertretend für die große Menge an unterschiedlichen und guten Magazinen, möchte ich zwei Magazine empfehlen, die ich selbst regelmäßig bzw. oft lese. Die c’t Digitale Fotografie habe ich abonniert und beziehe alle 2 Monate die neueste Ausgabe. Fototechnik und Bildbearbeitung sind genauso Themen, wie die Bildgestaltung oder die Erstellung und Bearbeitung von Videos. Das ist natürlich eine sehr große Bandbreite an Themen. Dennoch finde ich die Inhalte sehr professionell aufbereitet und vermittelt, wie man es vom heise-Verlag auch gewohnt ist. Als zweites Magazin möchte ich DOCMA empfehlen. Dieses Magazin behandelt quasi ausschließlich die Bildbearbeitung. Vorwiegend werden Techniken zu Photoshop und Lightroom vermittelt. Die Autoren der Artikel sind absolute Profis ihres Fachs, sodass die Inhalte ein sehr gutes Niveau haben. DOCMA lese ich nicht regelmäßig, sondern kaufe mir das aktuelle Exemplar, wenn mich die Inhalte interessieren.

Ich denke, dass ich damit viele Möglichkeiten für die eigene Fortbildung aufgezeigt habe. Natürlich gibt es darüber noch viel mehr Optionen. So ist der Lernerfolg bei Schulungen und Workshops auch immer sehr hoch. Allerdings sind es Möglichkeiten, die ich eher selten in Anspruch nehme und deshalb hier nicht aufgeführt habe.

Ich hoffe auch, dass die große Relevanz von ständigem Lernen für mich deutlich wurde und der ein oder andere Leser wertvolle Tipps für die persönliche Weiterbildung mitgenommen hat. Ich denke, dass es in der heutigen digitalen Zeit noch nie so einfach war, sich ständig weiterzubilden. Es besteht nach meiner Meinung aber auch eine gewisse Notwendigkeit, es zu tun.

Welche Möglichkeiten nutzt ihr so zum Lernen? Was fehlt euch in der Auflistung?

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

Dieser Beitrag wurde unter Diverses abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Lernen

  1. kvipcb sagt:

    Heyho Chuqa!

    Wieder ein sehr schöner Einblick in deine Aktivitäten sowie deine Quellen, aus denen du deine Inhalte speist und welche Methoden du verwendest, um diese Inhalte zu internalisieren.

    Video-Tutorials hören sich spannend an und ich werde deine Hinweise mal aufnehmen und mich ein wenig durchwühlen. Was mir bei Videobasierten Lernenmethoden noch einfällt, wäre TED (www.ted.com).
    Es sind primär keine „How to“-Videos, aber geben doch einen spannenden Einblick in das jeweils ausgewählte Thema. Topics sind hierbei bspw. Business, Technology aber auch global issues. Man bekommt bei manchen Themen einfach auch einen anderen Blickwinkel präsentiert als jenen, den man vielleicht bisher bei/von diesem Thema kannte.

    Als kleiner Fernsehjunkie muss ich natürlich noch die Fahne des (Bildungs-)Fernsehens hochhalten 😉
    Arte, 3Sat, Phoenix, alles Quellen guter Dokumentarfilme (letztens wieder einer über Vietnam; langsam werde ich neidisch auf meine Freundin :-P) und Reportagen. Von der Verwertbarkeit der Informationen bezogen auf die von dir genannte sinnliche Lernunterstützung nehmen natürlich rein visuelle Reize eher einen hinteren Rang ein, aber zumindest findet hier auch noch ein Zusammenspiel mit auditiven Reizen über die Äußerungen des Kommentators statt. Von demher wären wir wieder bei 50%.

    Du berichtest dankenswerterweise sehr breit über Medien resp. Möglichkeiten, dir Inhalte anzueignen. Diese Möglichkeiten sind jedoch darauf begrenzt, dass du dir Informationen in einem nicht interaktiven Prozess (im Sinne von Frage Antwort) aneignest.
    Wie schaut es mit direkten Informations- bzw. Wissensaustausch statt, bspw. auf Messen? Quasi als eine alternative Methode, um an Wissen zu gelangen. Ich selbst bin da immer ein wenig zurückhaltend.

    Ich weiß nicht, ob du das Thema auch noch anschneiden wirst, wenn ja, verzeihe mir bitte den folgenden Absatz.
    Wie stehst du zu dem Thema Orte des Lernens? Sprich, wo lernst du? Kannst du an einem bestimmten Ort besser lernen als an einem anderen Ort? Wechselst du den Ort des Lernens, falls du mal statisch lernen solltest (und nicht bei einem Marathonvorbereitungslauf ;-))?

    Danke für deine Antwort!

    Keep on rockin 😉

  2. Christof sagt:

    Hallo kvipcb,

    vielen Dank für deinen Kommentar und entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte. Aber die letzten tage habe ich einfach keine Zeit gefunden.

    Ted schaut wirklich ganz interessant aus und alternative Perspektiven sind ja immer einen Blick wert.

    Bei den TV-Dokumentationen kann ich nicht wirklich mitreden. Sicherlich gibt es da auch interessante Beiträge. Nur habe ich da sehr wenig Einfluss auf den thematischen Inhalt. Das heißt, ich muss damit leben, was mir angeboten wird. Die meisten meiner anderen Quellen sind entweder schon sehr themenspezifisch (Magazine) oder aber ich konsumiere nur die Inhalte, die mich wirklich interessieren. Ansonsten stimme ich dir natürlich komplett zu, die visuellen und auditiven Reize einer Dokumentationen führen dazu, dass relativ viel von dem vermittelten Wissen hängen bleibt. Aber in dem Zuge können vielleicht auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender interessant sein. Da kann man sich ja schließlich dann die Inhalte raussuchen, die einen interessieren.

    Messen oder überhaupt Diskussionsrunden, und sei es nur in der Teeküche der Firma, eignet sich natürlich immer auch zum Lernen. Andere Meinungen und Ansichten können immer auch zum Dosenöffner für ein festgefahrenes Problem werden. Ich hatte bisher den Luxus durch meinen Arbeitgeber jedes Jahr auf einer Fachmesse zu sein. Bei den Vorträgen an sich bleibt aus meiner Sicht wenig hängen. Allerdings ist die Vielfalt an Themen und die Einblicke wirklich wertvoll. Die besuchten Vorträge müssten dann natürlich nachbearbeitet werden, um einen möglichst großen Wert aus den Veranstaltungen zu ziehen.
    Warum habe ich so etwas nicht erwähnt? Ich wollte mich bei meinen Ausführungen eher auf Quellen konzentrieren, die ich fast tagtäglich nutze. Da gehören Messen sicher nicht dazu. Die Liste ist also bei Weitem nicht vollständig. So kann man z.B. auch Online Studiengänge nutzen. Ich habe davon schon sehr viel gutes gehört. So bietet bspw. das MIT (http://ocw.mit.edu/index.htm) oder Coursera (https://www.coursera.org/) solche Kurse auch kostenlos an. Diese Kurse sind recht zeitintensiv, aber man wird hier von wirklich guten Dozenten unterrichtet.

    Nun noch zu deiner Frage, wo ich am besten lerne. Ich kann gut zu Hause am PC lernen, solange die typischen Quellen für Ablenkung (Facebook, Mail) ausgeschaltet bleiben. Ich brauche Stille. Am Besten ist wirklich, wenn gar nichts stört, nicht mal das Radio sollte laufen und der Hamster, der hinter meinem PC hausiert, günstigerweise schlafen. Aber das sind wirklich nur die idealen Bedingungen. Gegen kleine Störungen habe ich nichts. Während meiner Vorbereitung zum Projektmanagement-Fachmann hat sich auch das Lernen in der Bibliothek bewährt.
    Obwohl es doch immer wieder Ablenkungen gibt, kam mir die Atmosphäre für das Lernen allgemein sehr entgegen.

    Viele Grüße
    Christof

Kommentar verfassen