Photokina 2012

Ich habe die Photokina 2012 besucht. Eigentlich wollte ich gar nichts weiter darüber schreiben. Ich war da, ich habe es mir angeschaut, es gesehen und gut ist. Aber es sind doch recht viele Eindrücke, die ich gesammelt habe und so gibt es hier nun doch etwas über meine Besuch bei der Photokina 2012 zu lesen.

Ich bin am Mittwoch um 6 von Stuttgart nach Köln gefahren. Kurz nach 9 stand mein Auto auf dem Parkplatz und per Shuttle ging es dann zur Messe. Pünktlich um 10 wurden die Besucher dann hineingelassen. Ich hatte mir im Vorfeld zwei Vorträge ausgesucht, die ich mir unbedingt anhören wollte. Der erste Vortrag über Fine Art von und mit Klaus Mangold begann um 10:30 Uhr, so dass ich gleich schnurstracks in die Halle 4.1 gegangen bin, wo der Vortrag stattfinden sollte. In der noch verfügbaren halben Stunde habe ich mir die diversen Aussteller in der Halle angeschaut und bin dann zum Podium gegangen. Der Vortrag war aus meiner Sicht ok, auch wenn er mich nicht gerade vom Hocker gerissen hat.

Der zweite ausgesuchte Vortrag sollte 15Uhr statt finden. Ich hatte also bis dahin Zeit, über die Messe zu schlendern. Eines fiel mir schon vor dem Eingang der Messe auf und bestätigte sich dann in den Hallen nur um so mehr: Recht viele Leute bringen ihr bestes Foto-Equipment mit und tragen es zur Schau. Ja sogar ganze Trollis mit Ausrüstung werden von einigen Besuchern durch die Hallen geschleift. Warum macht man das? Klar es ist eine Fotomesse und ich kann verstehen, dass man seine Kamera mit nimmt. Schließlich gibt es genug Aussteller dessen Produkte man mit seiner Ausrüstung testen kann. Aber warum schraubt man dann das dickste Objektiv an seine DSLR. Was mache ich denn mit 200mm+ in der dann doch relativen Enge einer Messehalle? Die Antwort gab mir um 15 Uhr Martin Krolop beim zweiten Vortrag, auch wenn in einem anderen Zusammenhang: „Fotografen geben gerne an.“ Aha, das ist es also. Na dann, soll recht sein. Ich hatte meinen Schultergurt zu Hause gelassen und so musste die Kamera in der Tasche bleiben ;-).

Die Kamera in der Tasche zu lassen, war übrigens eine bewusste Entscheidung, denn ich hatte mir fest vorgenommen, keines der tollen Tools, Gadgets und Equipments auszuprobieren. Ich kenne mich ja mittlerweile gut genug, dass ich weiß, sobald der Wunsch nach Besitz von einem neuen Ausrüstungsgegenstand erst einmal besteht, das dann auch schnell mal gekauft wird, obwohl es vielleicht zu dem Zeitpunkt finanziell nicht so passend ist. Wenn ich dann die Sachen erst einmal ausprobiere, dann kommt da ganz schnell dieser Wunsch auf. Da vor kurzem allerdings die Aufforderung zur Bafög-Rückzahlung rein geflattert ist, muss das aktuelle Equipment erst einmal ausreichen und wird es sicherlich auch.

Übrigens eine fremde Kamera habe ich doch in die Hand genommen. Die Gelegenheit hat sich zufällig ergeben und am ansonsten total überfüllten Stand von Nikons neuer Vollformat-DSLR D600 wurde gerade ein Platz frei. So habe ich die Chance genutzt und bin auf Tuchfühlung mit dieser Kamera gegangen. Nach nicht mal 5min habe ich den Stand wieder verlassen. Ihr wisst schon, das Thema mit dem Haben wollen. Am Messestand der Canon 6D, dem Konkurrenzmodell zur D600, war dann zum Glück auch zu viel los, so dass ein Blick auf die neue Kamera dann auch das höchste der Gefühle war.

Wirklich interessant fand ich die diversen Fotoausstellungen. Da waren wirklich wahnsinnig interessante Arbeiten zu finden. Für mich war das ein absolutes Highlight und Inspirationsquelle. Sehr wertvoll für mich waren auch die Ausstellungen der diversen Papierhersteller. So hat man mal die Gelegenheit unterschiedliche Papiere in die Hand zu nehmen und die Wirkung von Bilder darauf zu vergleichen. Da schließt sich auch ein weiteres Highlight für mich an und das waren die Stände von großen Druckdienstleistern. Da hat man die Möglichkeit, Ausdrucke von Bildern auf unterschiedlichen Materialien zu begutachten, wie z.b. auf Alu-Dibond oder Acrylglas. Ich hatte so etwas bisher noch nicht gesehen und so weiß ich jetzt, wie ein Bild auf dem entsprechenden Material wirkt.

Um 15Uhr besuchte ich dann den Vortrag von Martin Krolop über entfesseltes Blitzen. Ich kannte Martin bisher nur von seinen Videos und seinem Blog. Nun hatte ich also auch mal das Vergnügen, ihn live zu erleben. Er hat wirklich eine sehr angenehme und unterhaltsame Art, sein Wissen zu vermitteln. Der Vortrag hat sich auf jeden Fall gelohnt und bildete einen schönen Abschluss meines Photokina-Besuchs.

Nach dem Vortrag und dem Messebesuch bin ich noch zum nahe gelegenen Rheinufer spaziert und habe dann noch das Foto vom Dom (siehe oben) gemacht. Um halb sechs trat ich dann wieder die Heimreise an und bin dann um 21 Uhr zu Hause angekommen. Ein anstrengender Tag, aber auf jeden Fall interessant mit vielen verschiedenen Eindrücken. An dieser Stelle möchte ich auch noch mal Sigma-Foto ganz herzlich danken, durch deren Gewinnspiel ich an eine kostenlose Eintrittskarte gekommen bin.

Ach übrigens, falls jemand mir 3000-4000EUR für den Kauf einer Canon 6D/Nikon D600 mit entsprechenden Objektiven oder so eine der beiden Kameras schenken möchte, ihr erreicht mich hier über den Blog ;-).

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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10 Antworten auf Photokina 2012

  1. Yukio sagt:

    Ich glaube, dass die 6D auch eher ein Griff ins Klo sein könnte. Canon hat es irgendwie nicht geschafft dem Ding einen eigenen Charakter, eine konkrete Bestimmung zu verpassen. Bei dem Preis aber, wäre es nur vernünftig gewesen.

  2. chuqa sagt:

    Yukio schreibt:

    Ich glaube, dass die 6D auch eher ein Griff ins Klo sein könnte. Canon hat es irgendwie nicht geschafft dem Ding einen eigenen Charakter, eine konkrete Bestimmung zu verpassen. Bei dem Preis aber, wäre es nur vernünftig gewesen.

    [Kommentar auf dem Blog: at 20:52 on 24. September 2012]

  3. chuqa sagt:

    Yukio schreibt:

    Ich glaube, dass die 6D auch eher ein Griff ins Klo sein könnte. Canon hat es irgendwie nicht geschafft dem Ding einen eigenen Charakter, eine konkrete Bestimmung zu verpassen. Bei dem Preis aber, wäre es nur vernünftig gewesen.

    [Kommentar auf dem Blog: at 20:52 on 24. September 2012]

  4. chuqa sagt:

    Naja, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Zeit wird es zeigen, wie gut die beiden Einsteiger-Vollformate von Canon und Nikon angenommen werden. Ich hätte beim Preis mit einer deutlicheren Abgrenzung zu den beiden Vollformat-DSLRs 5d Mark III bzw. D800 gerechnet.

  5. chuqa sagt:

    chuqa schreibt:

    Naja, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Zeit wird es zeigen, wie gut die beiden Einsteiger-Vollformate von Canon und Nikon angenommen werden. Ich hätte beim Preis mit einer deutlicheren Abgrenzung zu den beiden Vollformat-DSLRs 5d Mark III bzw. D800 gerechnet.

    [Kommentar auf dem Blog: at 21:26 on 24. September 2012]

  6. chuqa sagt:

    chuqa schreibt:

    Naja, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Zeit wird es zeigen, wie gut die beiden Einsteiger-Vollformate von Canon und Nikon angenommen werden. Ich hätte beim Preis mit einer deutlicheren Abgrenzung zu den beiden Vollformat-DSLRs 5d Mark III bzw. D800 gerechnet.

    [Kommentar auf dem Blog: at 21:26 on 24. September 2012]

  7. Pingback: Was war 2012 | Blogging chuqa

  8. chuqa sagt:

    Was war 2012 | Blogging chuqa schreibt:

    […] noch ein paar Einträge zu den Photowalks, jeweils ein kleiner Bericht zu meinem Besuch bei der Photokina und im Landschaftspark Duisburg, habe ein paar Einträge mit bearbeitete Bilder gezeigt und noch so […]

    [Kommentar auf dem Blog: at 15:07 on 23. Dezember 2012]

  9. chuqa sagt:

    Was war 2012 | Blogging chuqa schreibt:

    […] noch ein paar Einträge zu den Photowalks, jeweils ein kleiner Bericht zu meinem Besuch bei der Photokina und im Landschaftspark Duisburg, habe ein paar Einträge mit bearbeitete Bilder gezeigt und noch so […]

    [Kommentar auf dem Blog: at 15:07 on 23. Dezember 2012]

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