Pullentwicklung die Zweite

Nachdem der erste Versuch der Pullentwicklung kläglich gescheitert ist, konnte ich diesen Zustand natürlich nicht so belassen. Also habe ich einen zweiten Versuch unternommen. Diesmal habe ich mich vorher im Datenblatt des Films schlau gemacht, was denn überhaupt möglich ist. Verwendet habe ich einen Ilford FP4+, der eine Nennempfindlichkeit von ISO 125 hat. Ich habe eine Belichtung von ISO 25 gewählt, das laut Datenblatt mit meinen Mitteln gut möglich war. Die geringe Empfindlichkeit führt natürlich dazu, dass entweder bei viel Licht oder mit relativ großer Belichtungszeit gearbeitet werden muss. Ich habe mich für viel Licht entschieden.

Ich zeige hier die Bilder, die mir am besten gefallen. Bei dem Bild oben finde ich die Verteilung der Graustufen beeindruckend. Sie reichen vom absoluten weiß, z.b. auf der Seite der Wasserwellen von den Regentropfen, die der Kamera abgewandt sind, bis zum kompletten schwarz auf anderen Seite, die der Kamera zugewandt ist. Dazwischen finden sich in dem Bild alle Grauwerte, die es so gibt, d.h. es handelt sich um ein sehr kontrastreiches Bild.

Auch das folgende Bild ist sehr kontrastreich (siehe oben). Aber das ist nicht der Grund, warum mir das Bild gefällt. Hier finde ich den Gegensatz zwischen den dem scharfen und hellen Bereich reizvoll. Der Weg relativ weit vorne ist punktförmig fast weiß. Dieser Bereich ist gegenüber den Rest des Bildes klein, hebt sich aber deutlich ab. Damit ist der Bereich ein klarer Bezugspunkt für das Auge. Nun ist der Bereich allerdings absolut unscharf. Das Auge sucht aber nach scharfen Bereichen. Diese findet es im hinteren Bereich ein Stück den Weg entlang. Mir geht es jedenfalls so, dass der Blick ständig zwischen diesen hellen und den scharfen Bereich hin und her wandert. Genau dieser ständige Wechsel und das Suchen macht für mich dieses Bild aus.

Auch das Bild danach (siehe links, die Pflanze) finde ich irgendwie faszinierend. Ich weiß nicht genau was ich getan habe und wie das Bild so entstanden ist, wie es ist. Es ist auch nicht das Motiv an sich, das ist sehr normal, eher langweilig. Was mir so an dem Bild gefällt, ist der Hintergrund, der auf mich wie eine Spirale in Bewegung wirkt und damit dem Motiv eine besondere Wirkung verleiht.

Die Pullentwicklung habe ich nun erfolgreich testen können. Als nächstes steht die Pushentwicklung, genau das Gegenteil auf dem Plan. Der Film ist bereits eingelegt und die Kamera entsprechend eingestellt. Das wird dann also das nächste Projekt für die Analogfotografie.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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