Fixieren geht immer

Bei einer meiner ersten eigenen Entwicklung von Fotofilm trat ein Problem mit vertikalen Streifen auf dem Film auf. Dieses Problem hatte ich immer mal wieder bei der Entwicklung. Warum die mal entstanden und mal nicht, war mir unerklärlich. Ich hatte bisher immer den Verdacht, dass es irgendetwas mit dem Entwickler und dem eigentlichen Entwicklungsprozess zu tun hat. Es war auffällig, dass die Streifen immer genau unter der Perforation des Filmes waren. Als ob die Entwicklerlösung den Film nicht richtig bzw. mit gleicher Intensität an jeder Stelle erreicht hat. In einem Beitrag des Phototec-Forums wurde ein ähnliches Phänomen als Schwärzungsfahnen beschrieben, die durch zu heftige Kippbewegungen hervorgerufen wurden. Das bestärkte mich in meiner Annahme. Allerdings war die Ursache der Kippbewegung in meinem Fall nicht sehr plausibel, da ich die Dose quasi immer gleich bewege.

Vor Kurzem fragte ich deshalb in der „Absolut Analog“-Community auf Google+ nach. Tobias Pohl, der den Photoblog „Analog-Digital ganz egal!“ betreibt, war der Annahme, dass ich zu wenig fixiere. Als ich von meinem 2 Minuten Fixierzeit sprach (keine Ahnung, wo ich diese Zeit her hab), legte er mir nahe, ein Negativ mit diesem Problem noch einmal deutlich länger zu fixieren, denn Fixieren geht beliebig oft. Also habe ich ein betroffenes Negativ rausgesucht und noch einmal 10 Minuten fixiert. Sicher ist sicher. Tja und so einfach kann die Lösung aussehen, denn die Streifen waren fast komplett weg. Ich bin auch froh, dass es so einfach ist. Ein Fehler in meinem Entwicklungsprozess wäre dann doch unter Umständen schwieriger zu beheben. So kann ich alle betroffenen Bild noch einmal fixieren und gewinne deutlich an Qualität. Die Streifen sind ja doch eher hässlich und im direkten Vergleich ist auch noch ein leicht milchiger Schimmer auf den Bildern der „fehlerhaften“ Negativen zu sehen.

Ich habe zum Vergleich zwei Beispiele mit jeweils der ursprünglichen und der nachfixierten Version in den Beitrag getan. Die Unterschiede sind dann doch sehr deutlich.

Ach übrigens, auch das Problem mit den Ringen (auf dem ersten Bild sichtbar) konnte mir Tobias Pohl erklären. Es handelt sich um Newtonringe, die beim Scannen durch Aufliegen des Negativs auf dem Glas entstehen. Auch das lässt sich einfach beheben, indem das Negativ mit der Wölbung weg von Glas gescannt wird. Dann muss zwar hinterher das Bild noch gespiegelt werden, aber der Mehraufwand ist doch zu vernachlässigen.

Diese Hinweise von Tobias Pohl sind für mich viel Gold Wert. Sie verbessern die Ergebnisse meiner analogen Filmentwicklung deutlich. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa.

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