Der frühe Vogel

… sitzt am See und macht Fotos.

Nun also endlich der angekündigte Blogbeitrag zu meinem Ausflug an den See. Vielleicht hat der ein oder andere einige der Bilder schon gesehen, die sind nämlich schon seit einigen Tagen online.

An einem Samstag Mitte Oktober habe ich mich aus dem Bett gequält. Nur dieses Mal fiel das etwas leichter, da die Sonne nun nicht mehr so zeitig aufgeht, wie im Spätsommer. Der Sonnenaufgang war für 7:45 Uhr angekündigt und ich wollte so eine Stunde vorher vor Ort sein. Kurz vor 7 habe ich es geschafft. Auf der Fahrt zum See merkte ich schon eine leichte Kälte durch den Pullover, aber solange man in Bewegung war, war es kaum der Rede wert, sollte aber später noch eine Rolle spielen. Im Park angekommen, empfingen mich unzählige Krähen mit einen Heidenlärm. Der Mond, fast noch ein Vollmond, sorgte trotz noch nicht vorhandenem Sonnenlicht doch für recht gute Sichtverhältnisse. Auch oder gerade wegen dieser Lichtverhältnisse und den Krawall der schwarzen Vögel errinnerte mich die ganze Szenerie sofort an einen Horrorfilm, einfach schön schaurig. Ich musste zwangsläufig kurz in mich hinein schmunzeln.

The Man

Bei den Fotos habe ich sowohl Langzeitbelichtungen, als auch recht kurze Belichtungen aus der Hand geschossen. Das Bild ganz oben z.B. ist gleich zum Anfang der Shootings entstanden. Es ist eine Langzeitbelichtung von 190 Sekunden. Dazu musste ich die Blende recht klein wählen (f/29) und zwei Graufilter vor das Objektiv packen. In der Nachbearbeitung habe ich im Wesentlichen dann noch etwas an den Tiefen und Lichter gedreht und mit Hilfe der Gradationskurven etwas mehr Kontrast in das Bild gebracht.

Das zweite Bild mit dem Mann ist mit 1/80s Belichtungszeit im Vergleich zum ersten Bild dann deutlich kürzer belichtet. Das Bild zeigt sehr schön den aufsteigenden Nebel, der im ersten Bild noch ganz flach über den See liegt. Ich finde das Bild hat eine wahnsinnig schöne Stimmung und der Angler passt da genau rein. Das Bild war quasi schon mit der Aufnahme eine schwarz-weiß Bild. Durch den Nebel und das eh noch sehr schummrige Licht war alles grau in grau. Deswegen hat sich die schwarz-weiß Umwandlung geradezu aufgedrängt. Auch am Kontrast habe ich etwas nachgeholfen, indem die hellen Bereiche noch heller und die dunklen Bereiche noch dunkler gemacht wurden. Auch die Schärfe im Bereich der Mauer und des Wassers wurde etwas angehoben.

Das letzte Bild zeigt wieder eine Langzeitbelichtung. Wenn man es genau nimmt, ist es eigentlich überbelichtet. Aber auch wenn es so nicht beabsichtigt war, so ist es meiner Meinung nach trotzdem super gelungen. Technisch ist es vielleicht nicht ideal, aber als Highkey-Bild auf jeden Fall einen Blick wert. Auch bei diesem Bild musste ich nicht mehr viel nachbearbeiten. Neben der schwarz-weiß Umwandlung wurde hier auch an den Tonwerten und den Tiefen/Lichtern gedreht.

Im Nachhinein betrachtet, bin ich echt richtig glücklich mit dem Ergebnis. Es sind wirklich einige sehr gelungene Aufnahmen dabei. Auch die Nachbearbeitung hat Spass gemacht, obwohl meine Photoshop-Skills schon noch etwas zu wünschen übrig lassen. Aber Übung macht ja den Meister.

Der Platz am See hat wirklich Potenzial zu meinem fotografischen Lieblingsplatz zu avancieren. Aber es war auch arschkalt. Vor allem gegen Ende des Shootings konnte ich meine Finger kaum noch bewegen und auch der Rest meines Körpers fror. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt und das nächste Mal, wird sich einfach etwas wärmer angezogen oder, um den Tipp meines Vaters aufzugreifen, einfach etwas mit viel Prozente mitnehmen, das wärmt dann von innen ;-).

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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