Einstieg in das analoge Mittelformat in 3 Akten: Die Kamera (1. Akt)

Schneller als ich es persönlich erwartet habe, bin ich in das analoge Mittelformat eingestiegen. Ich möchte euch hier in 3 Blogposts (bzw. 3 Akten, denn es war teilweise ein ziemlicher Akt) meinen Einstieg und die gemachten Erfahrungen mit der Kamera und dem Format schildern.

Entgegen meiner ursprünglichen Planung, mich ausführlich über mein künftiges Mittelformat-Schätzchen zu informieren, habe ich einen schnellen und günstigen Weg ohne große Recherche gewählt. Bei Ebay habe ich mir eine Holga 120 gekauft. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Toy-Kamera, die in China gefertigt wird. Die Kamera besteht komplett aus Plastik, klappert an jeder Ecke und ist einfach nur billig. Aber genau das macht diese Kameras aus und ist Kult. Die Bilder, die mit dieser Kamera aufgenommen werden, strotzen nur so von Fehlern wie Unschärfe, Streulicht und Verzerrungen.

Bestückt wird die Kamera mit 120er Rollfilm. Über zwei Adaptermasken, die in die Kamera eingesetzt werden, kann das Mittelformat zwischen 4,5 x 6cm und 6 x 6cm gewechselt werden. Ich habe übrigens das High-End-Modell GCFN. Bei diesem Modell hat das Objektiv immerhin schon eine Glaslinse und es gibt einen integrierten Blitz, der sogar über Farbfolien angepasst werden kann. Außerdem ist mit der Bulb-Funktion Langzeitbelichtung möglich.

Die Kamera bietet kaum Einstellmöglichkeiten. Es stehen je nach Helligkeit 2 unterschiedlich große Blenden zur Auswahl. Mein Modell bietet außerdem zwei Belichtungszeiten. Einmal die bereits angesprochene Langzeitbelichtung, bei der die Belichtungszeit selbst gewählt werden kann und eine kurze Belichtungszeit. Direkt am Objektiv wird fokussiert. Während bei Objektiven üblicherweise die Entfernung der Motive am Fokusring aufgedruckt ist, sind bei der Holga Symbole aufgedruckt. Die Fokussierung auf unendlich wird zum Beispiel mit Bergen symbolisiert, während der Fokus auf kurze Entfernungen mit einer einzelnen Person für ein Portrait dargestellt wird. Der Film muss manuell weiter gespult werden, d.h. Doppelbelichtungen sind sehr einfach möglich, sowohl gewollt als auch ungewollt.

Mit dieser kurzen Beschreibung meiner ersten analogen Mittelformatkamera soll es das für den ersten Teil des Einstiegs gewesen sein. Im nächsten Teil geht es dann um meine ersten praktischen Erfahrungen mit der Kamera.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

Dieser Beitrag wurde unter Analog, Fotografie abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Einstieg in das analoge Mittelformat in 3 Akten: Die Kamera (1. Akt)

  1. Pingback: Was war 2013 | Blogging chuqa

Kommentar verfassen