Einstieg in das Mittelformat in 3 Akten: Der erste Film (3. Akt)

Im vorherigen Teil meiner Trilogie zum Einstieg in das analoge Mittelformat habe ich meine ersten Schritte und mein Versagen bei der Entwicklung des belichteten Films dokumentiert. In diesem letzten Teil lest ihr über meine erste erfolgreiche Entwicklung, einen Fehler bei der Wahl des Bildformats bzw. der Nicht-Beachtung des Formats beim Fotografieren und die Digitalisierung der Negative. Außerdem seht ihr die ersten Bilder aus den Mittelformatnegativen.

Auch bei dem zweiten Film unterlief mir ein kleines Missgeschick. Ich hatte nämlich die Adaptermaske für 16 Bilder in die Kamera eingelegt gehabt. Ohne mir das mal genauer anzuschauen und nachzudenken, habe ich dann die Fotos gemacht. Als ich den Film aus der Entwicklerdose genommen habe, sah ich auch sofort mein Fehler. Damit auf die gleiche Länge Film, 4 Fotos mehr passen, sind die Ränder rechts und links der 16er-Adaptermaske stärker, so dass ein schmalerer Bereich auf dem Film belichtet wird, eben 4,5 x 6cm. Damit sind die Bilder alle hochkant. Um also ein Bild im Querformat zu erhalten, hätte ich die Kamera kippen müssen. Habe ich nur nicht und so sind die querformatigen Bilder alle im Hochformat.

Die Entwicklung an sich lief diesmal problemlos. Schließlich wusste ich ja jetzt auch, dass die Papierrückseite des Films nichts in der Spule zu suchen hatte. Das Einspulen fiel sogar leichter als beim Kleinformat. Der 120er Rollfilm ist auch ein gutes Stück kürzer als der Kleinbildfilm, so dass er in der Spule nicht so viel Windungen nehmen braucht.

Nachdem der Film entwickelt (wieder mit Acurol-N über 2 Stunden) und getrocknet war, ging es an das Digitalisieren der Negative. Dazu hatte ich als Anhaltspunkt die Selbstbauanleitung auf dem Lunie-Blog genutzt. Mein Konstrukt seht ihr auf dem Bild oben. So 100%ig gefällt mir meine Lösung noch nicht, da die Fokussierung nicht so ganz einfach ist. Aber es funktioniert und man kann die Negative abfotografieren. Als Lichtquelle habe ich einen Systemblitz in einer Softbox genutzt, der dann drahtlos ausgelöst wurde. Ich habe dann direkt gegen die Softbox fotografiert.

Eine Nachbearbeitung ist auch notwendig, schließlich sind es ja Negative, also schwarz ist weiß und weiß ist schwarz. Das ist aber ganz schnell mit Hilfe einer Gradationskurve getan. Danach habe ich noch die Farbstiche aufgrund eines falschen Weißabgleichs bei meiner DSLR mit einer Tonwertkorrektur behoben und fertig sind die ersten Bilder vom Mittelformat. Eine kleine Auswahl von 2 Bildern des ersten erfolgreichen entwickelten Films seht ihr ganz oben und vor diesem Absatz.

Damit bin ich am Ende meines ersten Dreiteilers. Ich habe meinen Weg in das analoge Mittelformat gezeigt und beschrieben wie ich doch einige Stolperfallen voll mitgenommen habe. Nichtsdestotrotz war auch dieser Weg dann von Erfolg gekrönt. Die Holga-Kamera ist für den Einstieg ganz schön, aber auf Dauer wird da wohl noch etwas anderes her müssen. Der Anfang ist aber auf jeden Fall gemacht. Nun gilt es, Erfahrungen mit dem Mittelformat zu sammeln und die Fertigkeiten zu verbessern.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

 

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