Ich bin ein Zeichentalent

Meine Kunstlehrerin hat mir gegen Ende der 10. Klasse nahe gelegt, das Fach Kunst für die 11. Klasse abzuwählen. Allerdings musste ein künstlerisches Fach belegt werden. Da mir Musik noch schlechter lag, habe ich mich aber gegen ihre Empfehlung entschieden und weiter ihren Unterricht besucht. Ich glaube, wenn sie folgendes Bild sehen würde, wäre sie hellauf begeistert.

Da sich mein Talent scheinbar seit der 10. Klasse im Bereich Malerei nicht weiter entwickelt hat, sage ich mal gleich dazu, was auf dem Bild rechts zu sehen ist.

Ganz grob ist es eine Blume. Im Detail befindet sich im unteren Teil des Bildes etwas Gras. Aus diesem Grasbüschel ragt der Stängel der Blume heraus. Links und rechts des Stängels befinden sich die Blätter. Sowohl Gras als auch Stängel und Blätter sind im schlichten Grün gehalten. Am oberen Ende des Stängels schließt sich in rot die Blüte der Blume an.

Nun, auch wenn der künstlerische Wert des Bildes strittig sein mag, so war die Produktion doch wesentlich schwerer als das Malen auf einem weißen Blatt Papier damals im Kunstunterricht. Es handelt sich dabei nämlich um Lichtmalerei, von der ich im letzten Jahr schon mal berichtet hatte. Diesmal habe ich noch Farbe mit ins Spiel gebracht. Die Farbe wurde mit Hilfe von Filterfolien erzeugt. Dazu habe ich mir ein Musterheft von Farbfolien im Internet besorgt. Darin enthalten sind 10cm x 4cm – große Folien in allen erdenklichen Farben. Eigentlich werden die Folien in entsprechend größerer Ausführung in der Lichttechnik, z.B. auf Theaterbühnen, eingesetzt. Dann habe ich mir aus Isolationsmaterial für Heizungsrohre einzelne kleine Stücke geschnitten. Diese Stücke kann ich auf die Taschenlampe stecken. Dann gibt es in jedem Stück noch einen Schlitz, in den ich die einzelnen Folienblätter stecken kann, so dass die Öffnung mit der entsprechende Folie bedeckt wird. Damit wird dann das Licht der Taschenlampe gefärbt.

Wie sich nun sicherlich jeder denken kann, ist es recht schwierig, das Motiv einfach so in die Luft zu malen und sich zu merken, wo abgesetzt wurde, um dann wieder punktgenau das Bild dort weiter zu malen. Das ist auf dem Bild auch recht deutlich zu erkennen.

Aber es ist lustig und spannend, ob die wirren Bewegungen gerade wirklich ein ordentliches Bild hervor gebracht haben. Viel Ausschuss ist dabei scheinbar normal. Oder man hat ein Konzept und entsprechende Hilfen. Da muss ich mir auf jeden Fall noch etwas überlegen. Aber es sind bei dem „Shooting“ viele neue Ideen entstanden. Ich werde auf jeden Fall versuchen, das in nächster Zeit weiter zu forcieren und euch zur passenden Zeit dann hier mehr davon präsentieren.

In diesem Sinne, bleibt begierig.

Gruß chuqa

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