Mondfinsternis

Ich glaube, es ist kaum jemanden entgangen: Am Mittwoch war eine totale Mondfinsternis. Das Besondere dabei ist, dass der Mond nicht ganz am schwarzen Himmel verschwindet, sondern  vom Rotanteil des Sonnenlichts beleuchtet wird. So sollte dieses Ereignis, begünstigt durch den Aschegehalt in der Atmosphäre, auch diesmal ein ganz besonderes werden und der Mond in einer sehr intensiven Rotfärbung zu bewundern sein.

Aufgrund dieser Informationen und laut Wetterbericht einer guten Sicht von Osten und Süden aus (Stuttgart ist doch Süden?) habe ich dann beschlossen, das Spektakel fotografisch festzuhalten. Mit der auf Adobe AIR basierenden Software The Photographer’s Ephemeris habe ich dann den Mondaufgang ermittelt und mir ein schönes Plätzchen raus gesucht. Ich hatte perfekte Sicht auf Stuttgart Cannstatt, war rechtzeitig da und hab meine Fotoausrüstung aufgebaut. Das Wetter schien auch zu passen, vereinzelt kleinere Wolken, aber nichts Dramatisches. Alles war gut, jetzt musste nur noch der Mond aufgehen.

Ging er sicherlich auch. Aber es war absolut nichts zu sehen. Wie ich feststellen musste, war in weiter Ferne wohl eine dicke Wolkendecke, die den Blick auf den Mond komplett verwehrte. Hätten nicht einige von den kleineren Wolken in der Nähe in einem leichten Rotton geschimmert (siehe Foto unten), hätte man das so groß angepriesene Ereignis glatt als Lüge abtun können. So stand ich 3 Stunden an meinem super Aussichtspunkt und sah von dem „Blutmond“ rein gar nichts.

Es wäre sicherlich ein tolles Naturschauspiel geworden, aber es hat nicht sein sollen. Nun das gibt es eben immer wieder, dass von einem bestimmten Motiv im Voraus mehr erwartet wird, als sich schlussendlich umsetzen lässt. Es ist zwar schade, aber schlimmer hätte ich es gefunden, das Ereignis nicht zu fotografieren, wenn es perfekt sichtbar gewesen wäre. So habe ich es probiert und werde es auch das nächste Mal tun … vielleicht … 2015 dann 😉

In diesem Sinne, bleibt begierig.

Gruß chuqa

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