Push-Entwicklung

Im September war ich beruflich für ein paar Tage in Speyer. Die freie Zeit am Abend wollte ich nutzen und einen Film so belichten, dass ich ihn hinterher in der Entwicklung „pushen“ kann, d.h. der Film wird mit einer höheren Empfindlichkeit als der Nennempfindlichkeit belichtet und anschließend entsprechend der gewählten Empfindlichkeit entwickelt.

Für diesen Test habe ich einen Film mit der Empfindlichkeit von ISO 400 genutzt. Dem Belichtungsmesser der Kamera stellt ich so ein, dass die interne Belichtung so gemessen werden soll, als ob ein Film mit der Empfindlichkeit von ISO 1600 enthalten sei.

Die Fotosession habe ich während des Sonnenuntergangs gestartet, so dass die Lichtverhältnisse schon deutlich nachließen. Mit ISO 1600 konnte ich die Blende für eine größere Schärfentiefe doch etwas schließen und trotzdem Belichtungszeiten ausreichend kurz wählen, um locker aus der Hand unverwackelt zu schießen. Mit ISO 400 hätte ich entweder die Blende weiter öffnen müssen oder das Risiko verwackelter Bilder wäre durch die dann längeren Belichtungszeiten höher gewesen. Ein Stativ hatte ich schließlich nicht zur Hand.Die Pushentwicklung führt dazu, dass die Bilder körniger werden und etwas ärmer an Kontrast sind. Trotzdem lässt sich das Verfahren sehr gut verwenden, falls doch mal eine höhere Empfindlichkeit notwendig ist und der passende Film fehlt.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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2 Antworten auf Push-Entwicklung

  1. Gerd sagt:

    Sehr schön s/w Serie die Du da hingelegt hast, gefällt mir!

    LG Gerd

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