Transalp 2013: 5. Etappe

Auf der letzten Etappe unserer Transalptour ging es von Auer durch Trentino bis nach Torbole am Gardasee. Es waren noch einmal fast 90km zu fahren. Auch für diese letzte Etappe gibt es den GPX-Track zum Download. Nach dem Vortag hoffte ich nur, dass wir weniger Gegenwind haben, denn die 4. Etappe hat mich doch sehr geschafft.

Irgendwie war ich auch froh, dass es nun langsam zum Ende ging, denn obwohl mich die Natur nach wie vor begeistert, tat sich der Körper doch immer schwerer. Wie heißt es so schön:

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

So war es dann auch gut, dass es auf dieser letzten Etappe quasi windstill war. Dafür war die Sonne wieder unbarmherzig und knallte wieder über 30 Grad in die italienische Provinz.

Die Strecke

Wie am Vortag führte uns die Strecke entlang der Etsch auf gut ausgebauten Radwegen über offene Flächen. Wenige Kilometer hinter unserem Startpunkt verließen wir Tirol. Damit waren wir nun in der Provinz Trentino und damit im italienisch-sprechenden Gebiet. Unsere Etappe war quasi eben, nur am Ende gab es dann noch einmal eine Abfahrt zum Gardasee. Auch die Berge, die uns nun links und recht begleiteten, waren sehr felsig und kleiner als die anderen Tage.

Als wir Trient, die Hauptstadt Trentinos, erreichten hatten wir die Hälfte der Etappe bereits geschafft. Ab nun ging es nur noch dem Ziel entgegen

Zeit zum Jammern

Ja, das muss sein und ich hätte es sicherlich nicht geschrieben, wenn ich mir nicht gleich auf der Tour schon Notizen zu meinem Befinden gemacht hätte. So richtig real ist es nämlich nicht mehr.

Die Etappe war teilweise echt zäh. Wie eben beschrieben, unterschied sie sich landschaftlich kaum vom Vortag. Offenes Gelände, am Fluss, links und rechts Berge. Schön, ohne Zweifel, aber wenn man es mehr oder weniger 5 Stunden am Tag sieht? Dazu ging es teilweise kilometerweit nur geradeaus. Nicht enden wollende monotone Geraden. Dazu die körperliche Verfassung. Ich hatte es bei der zweiten Etappe ja mal kurz angedeutet. Der Rücken, Nacken und die Schultern schmerzten vom Rucksack. Ich hatte einen leichten Muskelkater in den Oberschenkeln. Die günstigen Handschuh stellten sich als billig heraus, so dass die Hände taub wurden. Ganz zu schweigen von Sachen, die noch so taub werden, wenn man als Mann lange auf einem knochenharten Sattel rumrutscht. Aber, und damit soll jetzt auch genug gejammert worden sein, es war vorher klar, was auf uns zu kommt. Im Nachhinein, wie gesagt, ist das alles auch gar nicht mehr so schlimm. Die Wehwehchen sind längst geheilt und dazu passt auch gleich der nächste Spruch, den ich nur voll und ganz unterschreiben kann:

Schmerz vergeht, Stolz bleibt

Die Ankunft

In Rovereto verließen wir die Via Claudia und fuhren dann noch ca. 20km bis zum Gardasee. Diese 20km zogen sich noch einmal etwas in die Länge, aber die Vorfreude überwog. Schließlich standen wir in Nago-Torbole am Kreisverkehr fast 150m höher als der Gardasee. Nachdem wir erst einmal die falsche Ausfahrt genommen haben, fanden wir doch noch den für uns vorgesehenen Weg und konnten uns nun die steile Abfahrt rollen lassen.

Diese Abfahrt mussten wir bei unserer Rückreise zwar auch mit dem Rad wieder hinaus, aber das sollte erst in zwei Tagen unser Problem sein. In dem Augenblick überwog einfach die Freude über das Erreichte. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte erreichten wir somit nach 5 Stunden und 45Minuten und nach der Dusche ging es zum leckeren Pastaessen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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