Transalp 2013: Rückfahrt und Rückblick

Ich möchte mit diesem Beitrag die Serie der Blogposts zur Transalp abschließen. Zur Vollständigkeit werde ich kurz über den freien Tag am Gardasee und schließlich die Rückreise berichten. Außerdem möchte ich mit den Abstand von nunmehr über 4 Wochen noch einmal meinen Blick auf die Tour schildern.

Freier Tag

Unseren freien Tag nutzen wir zum Einen, um etwas durch das kleine hübsche Städtchen Torbole zu schlendern. Die Ortschaft an sich erinnerte mich sehr an meinem letztjährigen Urlaub am Wörthersee. Eine Hauptstraße führt durch den Ort. Rechts und links gesäumt von Cafés, Bars und kleineren Geschäften. Tagsüber ist die Straße hoffnungslos überfüllt mit Touristen und vollgestopft mit Autos aus aller Welt. Abseits der Hauptstraße findet man allerdings nette, kleine und enge Gassen, die ein sehr gemütliches und einladendes Ambiente vermitteln.

Die zweite Hälfte des Tages entspannten wir uns am Strand. Der Strand war ein Steinstrand, der das Barfußlaufen zu einer Herausforderung machten. Dafür war das Wasser sehr erfrischend. An dem Tag war es leider sehr windig, so dass der See in fester Hand der dutzenden Windsurfern war.

Rückfahrt

Unsere Rückfahrt begann wieder mit Radfahren. Wir mussten ca. 20km bis nach Rovereto fahren, wobei es der Anstieg aus Torbole heraus noch einmal ordentlich in sich hatte. In Rovereto steuerten wir den Bahnhof an, um dann den Zug nach München zu nehmen. Die Fahrräder hatten reservierte Stellplätze, es galt nur noch den Wagon für die Fahrräder zu finden. Als ich die Fahrkarten in Stuttgart kaufte, sagte mir die freundliche Bahnmitarbeiterin, dass ich nur auf die Wagenstandanzeiger in Rovereto achten solle, um den entsprechenden Wagon zu finden. Nun standen wir da auf dem Bahnsteig bzw. fuhren diesen 3 mal rauf und runter, ohne auch nur annähernd so etwas wie einen Wagenstandanzeiger zu finden. Auch eine Rückfrage beim Personal vor Ort brachte kein Ergebnis. Nicht einmal einen Hinweis wo wir uns ungefähr zu positionieren haben. Zum Glück konnte uns eine österreichische Mitreisende, die diese Strecke wohl öfter fuhr, sagen, dass der Fahrradwagen eigentlich immer im vorderen Teil des Zuges ist. Und so warteten wir an entsprechender Stelle und waren dann auch nur wenige Meter von dem richtigen Wagen entfernt. Warum wir allerdings einen Stellplatz reservieren mussten, ist mir unbegreiflich. Die Räder wurden so wie sie kamen hintereinander aufgereiht. Die Zugfahrt führte uns landschaftlich einmal mehr wunderschön durch die Alpen über Bozen, den Brenner und Innsbruck zurück nach Deutschland. Nach 4,5 Stunden erreichten wir München und nach nochmal zwei Stunden Autofahrt war ich wieder in Stuttgart

Rückblick

Mit etwas Abstand zu der Tour existieren eigentlich fast ausschließlich nur noch die schönen Erinnerungen. Zum Einen die wunderbare Natur, also die zum Teil schneebedeckten Berge, das glasklare Wasser und das perfekte Wetter. Zum Anderen ist da aber auch ein großer Stolz und eine tiefe Zufriedenheit über das Erreichte.

Negative Erlebnisse wie die Erschöpfung oder die diversen kleineren Schmerzen sind zwar noch im Bewusstsein, aber längst nicht mehr so real , so dass das mit dem Abstand alles gar nicht mehr so schlimm war. Außerdem sind solche Sachen ja auch nur eine Bestätigung über das Geleistete, denn man bekam es schließlich nicht geschenkt.

Wenn man mich heute fragen würde, ob ich eine solche Tour noch einmal machen würde, dann würde ich definitiv ja sagen. Vielleicht ergibt sich ja schon nächstes Jahr die Gelegenheit dazu, eventuell dann Richtung Venedig oder auch ganz woanders lang.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

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