Was war 2015

Schon wieder ist ein Jahr rum und ich werfe einen kurzen Blick auf die letzten 365 Tage. Ich werde nur kurz über die Zahlen sprechen, bevor ich dann zu der Auswertungen meiner Ziele komme.

Die Zahlen

Wie versprochen nur ganz kurz ein paar Worte zu den statistischen Daten zu diesem Blog und das Jahr 2015. 41 Beiträge haben das Jahr über die Öffentlichkeit erreicht. 9 weniger als im letzten Jahr und damit weiter rückläufig. Die Besucherzahlen blieben konstant. Sie sind sogar leicht gestiegen. Wie viele von den Besuchern aber tatsächlich Menschen sind, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Ziele in 2015

Ich hatte mir in 2015 3 ambitionierte Ziele gesetzt. An erster Stelle stand hierbei die 3D-Modellierung mit Blender. Es sollte ein 3D-Charakter erstellt und animiert werden. Das Ziel sollte ein kurzer Film sein, in dessen Hauptrolle der 3D-Charakter stehen sollte.

Das zweite Ziel rückte Photoshop und die digitale Bildbearbeitung mehr in den Vordergrund. Ich nahm mir vor, sogenannte Composings zu erstellen. Es sollten Bilder entstehen, die aus mehreren Elementen zusammengesetzt sind. Diese Elemente können Fotos, 3D-Objekte oder sogar selbst gezeichnet sein.

Bei dem letzten Ziel sollte es um die Fotografie gehen. Ich wollte Stuttgart in verschiedenen Fotoserien thematisch darstellen.

Alle 3 Ziele habe ich nach den smarten Kriterien (spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch und terminiert) formuliert. Dadurch lässt sich nun nach einem Jahr ein recht einfaches und deutliches Fazit ziehen. Keines der 3 Ziele konnte ich in vollem Umfang erfüllen. Während ich das erste Ziel wenigstens angegangen bin, liegen die anderen Beiden noch jungfräulich in der Schublade, d.h. im Klartext habe ich für die Erfüllung dieser Ziele gar nichts gemacht.

Nun stelle ich mir natürlich die Frage, ob ich einfach zu wenig getan habe oder die Ziele einfach viel zu ambitioniert waren. Wie immer gibt es wohl kein schwarz oder weiß und es ist von Beidem etwas. Einerseits habe ich doch recht viel Zeit für die Bearbeitung meiner Ziele (zu mindestens für Ziel 1) aufgewendet. Andererseits wäre im Rückblick auch noch deutlich mehr Zeit gewesen, an der Erfüllung meiner Vorsätze zu arbeiten.

Aber es ist furchtbar deprimierend, jedes Jahr aufs Neue hier schreiben zu müssen, dass man die hochgesteckten Ambitionen wieder nicht erreicht und in gewisser Weise versagt hat.

Wie geht es weiter?

Ziele sind wichtig. Sie geben einem die Richtung und natürlich auch einen gewissen Druck. Es kann aber auch passieren, dass dieser Druck von Beginn an zu groß ist, so dass man gleich die Segel streicht. Ich habe dieses Jahr nicht ein Composing geschafft. Nicht einmal das Videotraining, welches ich vor einiger Zeit für viel Geld erworben habe, habe ich begonnen. Ich verspüre nach wie vor große Lust, mich damit zu beschäftigen.

Ganz ähnlich sieht es mit der Fotografie aus. Ich glaube, seit Beginn meiner „DSLR-Karriere“ habe ich noch nie so selten die Kamera in die Hand genommen, wie dieses Jahr. Dabei habe ich wirklich Lust zu fotografieren. Ich weiß nur nicht, was meine Motive sein könnten. Das macht mich traurig. Aber ich habe es auch selbst in der Hand, es zu ändern.

Wenn ich das so alles betrachte, frage ich mich natürlich, ob ich wirkliches Interesse an der Sache an sich habe, oder einfach nur die Vorstellung gut finde, die Bildbearbeitung, Modellierung, Fotografie, etc. zu können/beherrschen. Ich komme bei den Themen einfach nicht ins „Tun“. Es baut sich keine Konstanz auf. Immer wieder sind es nur kurze Zeiträume, in denen ich mich wirklich mit einer Sache beschäftige, bevor sie wieder verfliegt. Gerade Blender ist ein passendes Beispiel. Wie oft habe ich in diesem Jahr wieder Anläufe unternommen, um mit dieser Software zu arbeiten. Ich habe immer noch den Status eines blutigen Anfängers und so darf ich auch jedes mal bereits erlernte Sachen wieder neu erlernen, da sie noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Tja und was ziehe ich nun für Konsequenzen? Es einfach sein lassen? Ziele etwas weniger ambitioniert formulieren? Mich dazu zwingen, nur eine Sache zu tun?

Fragen über Fragen und ich habe bisher noch keine Antworten.

Ich mag den Blog. Ich publiziere hier gerne. Aber es kommt auch immer wieder vor, dass ich das Bloggen als Last empfinde. So verursacht das regelmäßige Posten immer wieder Kummer. Blogge ich mal eine Woche nicht, dann wird es in der zweiten Woche natürlich höchste Eisenbahn, Inhalte in des Internet zu blasen. Das ist natürlich nicht Sinn und zweck der Sache.

Zu was führt das also? Es ist ja wohl so, dass ich am Anfang des Jahres gesagt habe, jede Woche einen Blogpost zu machen. Die Motivation dahinter ist sicherlich, entsprechende Besucherzahlen zu generieren. Aber eigentlich ist es mir völlig egal, wie viele Besucher den Weg hierher finden. Klar ist es super, wenn die Zahlen ständig steigen. Aber was habe ich denn davon? Eine Motivation von vielen Besuchern ist sicherlich, die Chance auf Kommentare und damit auch ein Austausch zu erreichen. Aber zum Einen sind es dazu vermutlich zu wenige Besucher und zum Anderen bin ich selbst zu wenig in der Community aktiv, um die Leute zu locken. Vermutlich sind meine Beiträge auch zu „langweilig“, um wirklich Kommentare zu provozieren. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung. Aber möchte ich etwas anderes erreichen, muss ich mir hier etwas anderes überlegen. Ich möchte z.B. mehr Qualität in den Beiträgen haben; dem Besucher also einfach was bieten. Nur ein paar Bilder zeigen ist zwar schön, aber verlockt dem Leser ja nicht zum lange bleiben oder auch mal zu einem Kommentar. Dafür gibt es schließlich die entsprechenden Plattformen (flickr, fotocoummunity, etc.). Dort spricht man auch automatisch einen größere Nutzerschar an.

Das hört sich sicherlich alles furchtbar negativ an. Aber ich mache mir halt meine Gedanken, wie ich die wenigen Leser mehr begeistern kann. Ich glaube, dass so auch mir das Führen des Blogs dann mehr Spaß macht, als es momentan der Fall ist. Also schauen wir mal, was ich in dem kommenden Jahr hier veranstalten kann.

Bis dahin bleibt mir nur, euch einen guten Rutsch in das neue Jahr zu wünschen.

Danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

Dieser Beitrag wurde unter 3D, Bildbearbeitung, Fotografie, Photoshop veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen