Zweite Runde

Ich habe die zweite Runde mit der Entwicklung von analogen Fotofilm durch. Diesmal waren es gleich zwei Filme (ein Kodak Tri-X und ein Ilford FP4+), die aufgrund von unterschiedlichen Entwicklungszeiten auch getrennt entwickelt werden mussten.  Auch diesmal lief leider nicht alles reibungslos. Beim letzten Mal hatte ich ja enorme Probleme beim Einspulen des Filmes, was schließlich das Zerschneiden des Filmes und die Verwendung einer zweiten Spule zur Folge hatte. Auch dieses Mal hatte ich bei dem Einspulen der Filme wieder Probleme. Der Film wollte jedesmal nach einer Runde in der Spule wieder zurück in den Spuleneingang springen. Ich weiß nicht wieso, denn ich habe diesmal sogar die Lasche am Anfang des Filmes abgeschnitten, die durch das Einziehen des Filmes von der Kamera stark geknickt ist. Ich dachte eigentlich, dass sich so der Film besser durch die Spule bewegt. Nun ja, es war halt nicht so. Ich habe aber dann doch recht schnell eine Lösung gefunden, ohne den Film wieder zerschneiden zu müssen.

Bei der ersten Runde habe ich den Film recht langsam in die Spule eingezogen und den kleinen Finger unter dem noch einzuziehenden Film vor dem Spuleneingang gehalten. So konnte der Film sich weiter einziehen und ich merkte, wann der Anfang des Filmes in der Spule wieder zum Spuleneingang kam. Dann habe ich den Finger leicht auf diesen Anfang gelegt und weiter eingespult. So wurde der Film quasi unter den Eingang gedrückt und konnte die zweite Runde in der Spule wie vorgesehen nehmen. Das funktionierte für beide Filme richtig gut und die Filme waren dann recht schnell aufgezogen und in der Entwicklerdose untergebracht.

So war also das Problem vom letzten Mal recht schnell erledigt. Der Entwicklungsprozess lief eigentlich auch wie geplant, keine Besonderheiten. Wie auch, man sieht ja eh nicht, was man da gerade anrichtet. Die Probleme kamen dann erst hinterher beim Betrachten der negative bzw. der eingescannten Bilder. So muss bei der Entwicklung vom Kodak-Film irgend etwas schief gelaufen sein. Auf den meisten Bildern sind deutlich vertikale Streifen zu erkennen. Bei vielen Bildern gibt es auch noch zusätzlich einen horizontalen helleren Streifen im unteren Teil des Bildes. Beispielhaft für dieses Problem ist das untere Bild. Ich kann es mir noch nicht wirklich erklären, wie das zustande kommt. Eine kurze Recherche ergab eigentlich nur, das während des Entwicklungsprozess Entwicklerflüssigkeit durch die Perforation des Filmes gelaufen sein könnte. Deswegen gibt es die hellen vertikalen Streifen, die auch genau unter den Löchern des Filmes sind. Nun, ich dachte eigentlich, dass sowieso der gesamte Film mit der Entwicklerflüssigkeit benetzt wird. Muss ja auch, wie soll denn sonst der Film entwickelt werden? Kann also nur beim Kippen der Dose passieren. Aber ist es nicht egal, wo da die Flüssigkeit lang läuft? Kurz um, mir fehlt da noch eine Erklärung. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Ansonsten funktioniert das Entwickeln eigentlich ganz gut. Die Motive sind noch nicht so der Bringer, aber das wird noch.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

 

Dieser Beitrag wurde unter Analog, Fotografie abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Zweite Runde

  1. Pingback: Fixieren geht immer | Blogging chuqa

Kommentar verfassen