Marathon statt Triathlon

Die Challenge Roth ist noch weit weg. Vor etwas mehr als zwei Wochen hat der Instagram Kanal challengeroth gepostet, dass es noch 300 Tage wären. Zu viel Zeit, um jetzt schon mit dem strukturierten Training für den Triathlon zu beginnen. Ich plane, im Dezember den ersten Trainingsblock zu starten. Bis dahin bleibt also noch etwas Zeit, für andere Events.

Wie wäre es mit einem Marathon?

Der Herbst ist prädestiniert für Laufveranstaltungen und ich laufe die letzten Jahre im Herbst immer einen Marathon. Und so auch dieses Jahr. In München. Es sind nicht mal mehr 3 Wochen und ich bin voll in der Vorbereitung. Ich gebe euch sicherlich in Kürze mal einen detaillierten Einblick in meinen Trainingsplan.

EBM Papst Halbmarathon

Heute soll es aber um einen Halbmarathon gehen, den ich als Wettkampf im Rahmen der Vorbereitung gelaufen bin. Es geht um den EBM Papast Halbmarathon, den ich nach letztem Jahr nun das zweite Mal gelaufen bin. Eine schöne Veranstaltung. Nicht zu groß und nicht zu klein.

Wettkampf in der Vorbereitung

Einen Wettkampf im Rahmen der Vorbereitung zu bestreiten, heißt für mich, den Trainingsplan nicht auf diesen Vorbereitungswettkampf auszurichten. Der Trainingsplan wird also ganz normal weiter befolgt. Es finden in der Wettkampfwoche durchaus anstrengende Einheiten, wie z.B. Intervall-Einheiten statt. Der Umfang wird ebenfalls nicht reduziert. So geht man also sicherlich nicht perfekt vorbereitet in den Wettkampf. Das ist aber auch gar nicht das Ziel. Es geht viel mehr darum, in einer sehr fordernden Einheit die Tempohärte zu schärfen. Damit ist der Lauf eher eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen und ein wichtiger Baustein für das eigentliche Haupt-Event. Für mich ist es darüber hinaus auch eine super Abwechslung zum Trainingsalltag.

Zieleinlauf | Foto: go4it-foto

Ziel für den Wettkampf

Ich wollte den Halbmarathon solide laufen und schauen, ob ich meine anvisierte Marathon-Pace ordentlich halten kann oder ob es viel zu hoch gegriffen war. Mein angestrebtes Marathon-Tempo sind 4:15 min/km, so dass am Ende eine Zeit unter 3 Stunden für den Marathon rauskommt. Das Minimalziel für den Halbmarathon-Wettkampf war damit unter 1:30:00 zu bleiben. Das Optimal-Ziel lautet, ca. 3/4 des Rennens im Marathon-Tempo zu laufen und auf den letzten 5 km das Tempo noch etwas anzuziehen und so nochmal einen zusätzliche Tempo-Reiz zu setzen.

Der Lauf

Das Wetter wollte an dem Tag erst nicht so richtig mitspielen. Bei knapp über 10 Grad regnete es zu Beginn. Etwas später hörte es auf und es lief sich dann eigentlich richtig gut. Bei dem Lauf gab es für die 1:30:00 einen Pacemaker, an dessen Fersen ich mich heften konnte. Gesagt, getan und so bin ich im Windschatten der Pacemaker-Verfolger mitgeschwommen. Auf dem ersten ersten Drittel des Laufs hatte ich recht schnell das Gefühl, dass das Tempo zu hoch ist. Das lag vielleicht auch daran, dass die meisten Höhenmeter auf diesem Teil der Strecke lagen und der Pacemaker konstant die Kilometer abspulte. Es normalisierte sich aber im Anschluss und ich hätte in der Phase auch schneller gekonnt. Ich hielt mich aber zurück und verfolgte meinen Plan erst einmal weiter. Nach dem Verpflegungspunkt bei Kilometer 15 war es dann aber vorbei mit der Zurückhaltung. Ich verließ die mittlerweile doch arg geschrumpfte Gruppe um den Pacemaker und forcierte leicht das Tempo auf ca. 4:00 min/km. Ab jetzt begann der wirklich schöne Teil des Laufs, denn nur wenige werden gegen Ende schneller. So konnte ich einen nach dem anderen einsammeln und das Tempo bis zum Ende gut halten, auch wenn sich kleineren Steigungen auf den letzten Kilometern noch einmal ordentlich bemerkbar gemacht haben. Am Ende der 21,1km stand eine 1:27:27 auf der Uhr und Platz 25 Gesamt und 24 bei den Männern und ganz nebenbei eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon.

Zielzeit

Fazit

Mit dem Lauf und dem Ergebnis bin ich überaus zufrieden. Das Training funktioniert, die 4:15 min/km konnte ich Alles in Allem gut halten und für den Marathon scheine ich auf dem richtigen Weg zu sein. Ob es am Ende reichen wird, um unter 3 Stunden zu bleiben, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Aber für den Moment ist alles genau so, wie es sein soll.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen und bleibt begierig.

Gruß chuqa

Dieser Beitrag wurde unter Fotografie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.